Schweinfurt/Ebelsbach — Dämpfe, die sich nach dem Auslaufen von Gefahrgutflüssigkeiten am Samstagnachmittag in einer Spedition in Schweinfurt gebildet hatten, haben am Montagmorgen bei eintreffenden Arbeitern Übelkeit und Erbrechen ausgelöst. Die Männer mussten ambulant in Krankenhäusern behandelt werden. Das Gewerbeaufsichtsamt und die Berufsgenossenschaft sind informiert. Über den Fall, bei dem auch ein Mitarbeiter aus dem Raum Ebelsbach betroffen ist, berichtete gestern das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg.

Loch in Behälter gerissen

Am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr hatte ein Gabelstaplerfahrer einer Spedition in der Brüsselstraße in Schweinfurt mit seinem Fahrzeug ein Loch in einen 200 Liter fassenden Behälter gerissen. Dabei trat eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus, die umgehend von den Arbeitern gebunden wurde.
Der Schaden betraf den oberen Teil des Fasses, so dass augenscheinlich keine weiteren Flüssigkeiten mehr austraten. Die Schadstelle und der Boden wurden danach von den Arbeitern gesäubert.
Als dann aber am Montagmorgen die ersten Arbeiter ihre Tätigkeiten in der betroffenen Halle aufnahmen, wurde ihnen offenbar von inzwischen entstandenen Dämpfen übel und sie mussten sich übergeben.

Umweltgefährlicher Stoff

Daraufhin wurden Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Die Sanitäter brachten die acht zwischen 16 und 61 Jahre alten Verletzten, darunter den Mann aus Ebelsbach, in Schweinfurter Krankenhäuser, wo sie ambulant behandelt wurden. Die Feuerwehr sperrte den Gefahrenbereich weiträumig ab und reinigte die kontaminierte Stelle fachgerecht. Wie inzwischen laut Polizei feststeht, handelte es sich bei der ausgetretenen Flüssigkeit um eine als Gefahrstoff bezeichnete Substanz, die als gesundheitsschädlich und umweltgefährlich gilt. Die Polizeiinspektion Schweinfurt ermittelt. red