Kronach — Die Basketballer der TS Kronach bestreiten die Rückrunde der Bezirksliga mit einem neuen Trainer. Als Nachfolger von Jürgen Riedel, der seinen Posten zur Verfügung gestellt hat, wurde Achim Stark verpflichtet, der seit einigen Jahren Mannschaften des BBC Coburg trainiert hat. Das Heimdebüt steht am morgigen Samstag, 19 Uhr, gegen die Bischberg Baskets auf dem Programm. Wir haben uns mit dem neuen Trainer über seine Erwartungen unterhalten.

Achim, seit nicht mal einer Woche bist du nun Trainer der ersten Herrenmannschaft der TS Kronach. Wie sind deine ersten Eindrücke?
Achim Stark: Nachdem ich nun eine Woche, das heißt eine Trainingseinheit, dabei bin und ich das Team vorher noch nicht kannte, kann ich bisher sagen, dass es sich um ein junges und stark motiviertes Team handelt.

Ihr hattet am Sonntag das erste Rückrundenspiel gegen den Tabellenzweiten Bamberg. Im Vergleich zum ersten Spieltag (52:88) gab es eine deutliche Steigerung mit einem Endstand von 53:61 aus Kronacher Sicht. Wie hat sich die Mannschaft geschlagen?
Unser Schwerpunkt im Training war, die Verteidigung zu verbessern. Ich habe einige Sachen der bisherigen Verteidigung verändert und optimiert. Die Umsetzung im Spiel klappte verhältnismäßig gut, denn 61 Punkte zu kassieren, ist in Ordnung. In der Offensive klappte es leider nicht so gut, aber wir werden in der nahen Zukunft daran arbeiten und uns auch in dem Bereich verbessern.
Gibt es dennoch Korrekturbedarf in der Defensive?
Ja, ich war in einer speziellen Situation im Spiel unzufrieden. Wir werden im Training noch intensiver auf das Thema eingehen und auch die Korrekturen noch vornehmen. Dann hätten wir vielleicht den Gegner auch auf unter 50 Punkten halten können.

Das ist natürlich eine Ansage in Richtung Tabellenspitze. Wo siehst du die Mannschaft über den Rest der Saison?
Die derzeitige Situation ist sicherlich nicht zufriedenstellend. Wir orientieren uns nach oben und das Spiel für Spiel. Wichtig ist erst eimal, dass wir uns von den hinteren Plätzen entfernen.

Mit Ex-Profi Milinkovic hast du einen Garanten, der das Team leiten kann. Der Rest ist eher jung und unerfahren auf diesem Niveau. Wird es da nicht schwierig, konstante Leistung zu bringen?
Wir werden eine Struktur in die Mannschaft bringen, damit jeder sich auf den anderen verlassen kann. Mit einer guten Struktur werden auch die Unerfahrenen wissen, was sie in den unterschiedlichen Situationen zu tun haben. Die erfahreneren Spieler müssen auf dem Spielfeld als Vorbilder agieren und den jungen zeigen, wie das Spiel funktioniert.

Das hört sich nach langfristiger Planung an?
Ein Trainer einer Mannschaft versucht, diese immer zu verbessern. Derzeit ist geplant, dass ich die Mannschaft bis zum Ende der Saison trainiere. Wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen und hängt von einigen anderen Faktoren ab. Als Vater von zwei Kindern habe ich auch noch andere Verpflichtungen. Wir werden sehen, wie es dann weitergeht. Es kann aber auch gut sein, dass ich den Aufstieg der TSK in der nächsten Saison fokussiere.

Dann wünsche ich viel Erfolg beim Heimspiel am Samstag im Turnerheim. Es ist das erste Heimspiel für dich im neuen Amt. Was erwartest du dir?
Ich erwarte ein starkes Spiel der Mannschaft, gute Stimmung in der Halle und einen Sieg. Als Heimkehrer zurück im Turnerheim - nach knapp 15 Jahren wird es für mich persönlich recht emotional werden.

Das Gespräch führte Johannes Wunder.