Reckendorf — Zwölf Jahre waren die Abwassergebühren konstant, doch nun müsse man, so Bürgermeister Manfred Deinlein (SPD) in der Sitzung des Gemeinderates Reckendorf, handeln, seien die Kommunen doch verpflichtet, die Gebühren für die Wasserversorgung und Entsorgung kostendeckend anzusetzen.
Bislang mussten die Reckendorfer Bürgerinnen und Bürger zwei Euro pro Kubikmeter für Abwassergebühren zahlen, die Verwaltung schlug nun eine Erhöhung auf 2,40 Euro, also glatt 20 Prozent vor. Dies sei notwendig, führte der Kämmerer der VG Baunach, Markus Diller, der als Kämmerer nach Kemmern wechselt, in seiner letzten Amtshandlung in Reckendorf aus, habe man doch in den letzten vier Jahren einen Verlust von 92 000 Euro eingefahren.
Mit der Erhöhung, die ab 1. November greifen soll, können die Reckendorfer davon ausgehen, dass die Abwassergebühr in den nächsten fünf Jahren konstant bleiben wird. So fügte sich der Rat der Empfehlung der Verwaltung. Hubert Rottmann (WBFW) sah dies nach zwölfjähriger Preisstabilität als durchaus angemessen an, Ludwig Blum (CSU) war dennoch über die Höhe des Anstiegs überrascht und hätte sich eine geringere Steigerung gewünscht, am Ende stimmte der Rat jedoch ohne Gegenstimme für diese Gebührenanpassung.
Ausführlich berichtete in der Sitzung die Dipl.-Pädagogin Laura Galizia über die Tätigkeiten der Jugendarbeit JAM in diesem Jahr. Sie ist zusammen mit Julia Meißel und Florian Essel für das JAM-Team in der VG Baunach zuständig. Als Ziele der Jugendarbeit nannte sie die Förderung der Kontakte der Jugendlichen auf VG-Ebene, die Unterstützung von Verantwortungsübernahme der Jugendlichen und eine stärkere Vernetzung der Jugendarbeit im Gemeinwesen. So engagierten sich Reckendorfer Mädchen im Jugendtreff mit dem Backen verschiedener Cupcakes, die sie an der "VG-Party 3.0 - Black & White meets Neon" verkauften.

Jugendliche engagieren sich

Das Fördern der Eigenverantwortung seitens JAM werde auch bei einer Gruppe junger Reckendorfer deutlich: Nach einer Ideensammlung zur Verschönerung des Jugendtreffs Reckendorf soll das Projekt mit einem Fördergeld von 400 Euro umgesetzt werden. Zum anderen erklärte sich die Gruppe nach einen Gespräch mit Bürgermeister Deinlein bereit, das stillgelegte Bushäuschen am Spielplatz (Bahnhof) von den Beschmierungen zu befreien und zu verschönern. Weitere Ziele sind die Etablierung des JAM-Dance-Clubs sowie die Verwirklichung eines Graffiti-Workshops. Erstmals motivierte JAM im Sommerferienprogramm verschiedene Jugendliche aus der VG, sich sozial und ehrenamtlich zu engagieren.
Abgesetzt wurde die Einrichtung einer Einbahnstraße in der Eidelsgasse von der Hauptstraße kommend bis zur Abzweigung Eidelsgasse/Mühlweg. Vor einer Beschlussfassung wolle man erst diese Regelung mit den Anliegern besprechen, informierte der Bürgermeister. nge