Auf Einladung von Maria und Fritz Lang sowie Michael Bohl trafen sich kürzlich die ehemaligen Abiturienten des Jahrgangs 1971.
Welch ein freudiges Wiedersehen nach so vielen Jahren. Es waren über 30 Mitschüler aus den zwei letzten Abschlussklassen gekommen. Die Kissinger wollten neben dem Treffen den "Auswärtigen" die Stadt von heute und die Schule zeigen. Deshalb begann das Treffen mit einem Cocktail am Stadtstrand, den viele noch nicht kannten. Jeder Ankömmling wurde argwöhnisch beäugt: Gehört sie oder er zu uns?
Manche hat man am Aussehen, andere an der Körperhaltung, manche erst an der Stimme erkannt. So fand ein erster Austausch statt, meist gleich am Eingang bei der Begrüßung. Man kam gar nicht erst bis zum Tisch. Und natürlich ging man von einem zum andern, um etwas aus seinem Leben zu erfahren. Denn die meisten sind ja über ganz Deutschland verstreut.
Dann ging es weiter zur Schule. Früher war es das Neusprachliche Gymnasium, jetzt heißt es "Jack-Steinberger-Gymnasium", nach dem Physik-Nobelpreisträger aus Bad Kissingen. Die A-Klasse hatte vor 45 Jahren das erste Bild beim Pythagoras als Abschlussbild für den Jahresbericht machen lassen. Bis dahin gab es nur die berühmt-berüchtigten Treppenbilder. Deshalb gab es nun ein Erinnerungsfoto für alle und für die Daheimgebliebenen wieder am Pythagoras. Der steht nun zwar anders da, aber immer noch gut für ein Foto.
Michael Bohl, der an dieser Schule unterrichtet, führte durch das neue Gymnasium und erläuterte die Veränderungen, sowohl die baulichen, als auch die organisatorischen. So gibt es jetzt zum Beispiel kein Klassenzimmer mehr, vielmehr sitzt der Lehrer in seinem Zimmer, und die Schüler kommen dann zu ihm in den Unterricht. Interessant war auch das Vivarium, ein Forschungsraum für das Leben, das an kaum einem Gymnasium zu finden ist.
Um 18 Uhr ging es weiter zum Café Sinnberg. Es war schon vor 50 Jahren ein beliebter Treffpunkt. Dort verbrachte man bis Mitternacht unterhaltsame Stunden. "Weißt du noch, damals ..?" Oder auch: "Was machst du jetzt? Bist du schon in Rente, oder...." und Ähnliches.
Auch Erich Frey, damals ein junger Referendar, der es später in der Schule bis zum Direktor gebracht hat, kam zum Austausch und schilderte teilweise seine Sicht der damaligen Ereignisse. Er war frisch an die Schule gekommen und kaum älter die damaligen Abiturienten. Beim nächsten Klassentreffen, in spätestens fünf Jahren, will man sich wieder sehen. Wobei von vielen angeregt wurde, sich doch öfters zu treffen. red