von unserer Mitarbeiterin Johanna Blum

Neuehaus — Mit Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) und Anette Amtmann vom Fischereiverein Aisch und Zweiter Vorsitzender der Hegegemeinschaft Unterer Aischgrund, begrüßte Gerhard Zender, Vorsitzender der Aischer Fischer und der Hegegemeinschaft Unterer Aischgrund, im kleinen Museumsjuwel in Neuhaus den Bundestagsabgeordneten Stefan Müller (CSU) .
Gemeinsam durchstreiften alle das kleine Häuschen. Müller bewunderte die vielen Schaukästen und das "Diorama" (Durchscheinbild) mit Darstellung einer typischen Unterwasserwelt im Karpfenteich. Aber auch die historischen und aktuellen Teichwirtschaftsgeräte im Museum sind sehenswert.
"Das Museum ist wirklich ein wichtiger Bestandteil des Karpfenlands, denn nicht nur in den Monaten mit ,r' solle man von dem leckeren Karpfen hören und sehen", erklärte Fischkal. Die Lage in Neuhaus sei außerdem ideal, weil der Karpfenradweg durchführe und hier gebe es auch Karpfen-Weißbier.
Die Geschichte des Museums interessierte den Politiker ebenfalls. Zender berichtete, dass das Türmchen schon seit dem 17. Jahrhundert stehe. Hier waren die Jäger bis vor Kurzem mit ihren Exponaten zu Hause. "Oben im Turm wohnte immer jemand, der die Fische bewachte."
Der Anbau - das heutige Museum - sei um 1950 errichtet worden, als das Ganze zu einem teichwirtschaftlichen Betrieb erweitert wurde. Bis in die 70er-Jahre hatte die Familie von Crailsheim hier selbst Teichwirtschaft betrieben, dann übernahmen die Teichgenossenschaft und Familie Humann.


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Auch vor den Schiebeschautafeln blieb Müller stehen und ließ sich von Fischexpertin Anette Amtmann alles erklären. Woher denn die vielen Exponate kämen, interessierte sich Müller. "Viele haben die Neuhauser selbst gebracht, aber auch die Fischbauern aus der Gegend waren nicht müßig", antwortete Zender. Natürlich kam man auch auf das neugebaute Holzhäuschen gegenüber zu sprechen. "Eine Toilette ist schon wichtig", meinte Fischkal.
Bei rechtzeitigen Anmeldungen wollen sich Anette Amtmann oder Gerhard Zender die Zeit nehmen, die Gäste durch das kleine Museum zu führen. Auch die Kirchweih von Neuhaus wird von diesem Gebäude profitieren. "Der neugegründete Ortsverein darf die Örtlichkeiten zur Kerwa nutzen, muss sie aber sauberhalten", so Fischkal.
Vielleicht kommen in den leeren Raum neben den Toiletten noch einige Küchenutensilien wie Spülbecken und Kühlschrank. "Aber auch ein kleiner Schulungsraum wäre denkbar", verriet Anette Amtmann.
"Hier geht es wirklich nicht nur um den Fisch, sondern um die gesamte Flora und Fauna!", betonte der Gast.