Unterleiterbach — Ein Déjà-vu? Wurde da nicht schon einmal ein neues MLF 10/6 eingeweiht? Richtig, aber das war im Spätsommer 2013 wenige Kilometer entfernt im Zapfendorfer Ortsteil Lauf. Nun sind wir in Unterleiterbach, wo jetzt die Weihe eines Feuerwehr-Fahrzeuges auf dem Programm stand. Um Kosten zu sparen, hatten sich die beiden Wehren zusammengetan und zwei nahezu baugleiche Modelle angeschafft.
Die Freude in Unterleiterbach ist groß, denn das MLF 10/6, ein mittleres Löschfahrzeug, ist das erste neue Fahrzeug überhaupt, das die Unterleiterbacher Wehr jemals bekommt. Bislang taten hier immer gebrauchte Modelle ihren Dienst. Ende 2011 stellte die Feuerwehr dann, zusammen mit den Kollegen aus Lauf, einen Antrag auf eine Neubeschaffung, die vom Gemeinderat gebilligt wurde. Zuletzt hatten die Feuerwehrleute ihr altes Fahrzeug sogar anschieben müssen, wenn der Alarm ertönte. Im September 2013 konnten die Feuerwehrleute das "Neue" dann in Ulm entgegennehmen. "Wir haben hier kein Fahrzeug zum Spazierenfahren für die Feuerwehr", sagte Kommandant Markus Hornung - denn die Feuerwehr hatte für das rund 160 000 Euro teure Gerät auch Kritik einstecken müssen.
Die kirchliche Segnung übernahmen Pastoralreferent Bernhard Heuberger und Pfarrer Kornelius Holmer. "Hier steht nicht ein technisches Ding im Mittelpunkt, sondern die Menschen, die bereit sind, zusammen mit dieser Technik zu helfen", sagte Heuberger. Und Holmer meinte: "Es geht nicht um die Verwirklichung von Jungs-Träumen, sondern darum, dem Leben zu dienen."
Bürgermeister Matthias Schneiderbanger (CSU) lobte die Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren, wodurch der Gemeinde Kosten erspart worden seien.
Und Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann hob hier die wichtige Rolle auch kleinerer Ortswehren hervor. Nach der offiziellen Weihe konnten die Besucher sich das Fahrzeug etwas genauer anschauen oder im Festzelt noch bei Kaffee und Kuchen oder Bier und Bratwürsten verweilen.
Johannes Michel