Christoph Böger

Glück muss man haben! Bei einem Betriebsfußballturnier der Firma Heinz Glas trumpfte Adrian Kostewicz groß auf - das hatte für ihn und auch für den Fußball-Bezirksligisten ASV Kleintettau ungeahnte Folgen. Die Zuschauer staunten, die Gegenspieler waren verblüfft ob des Torinstinktes des 25-jährigen Polen. Und die Verantwortlichen des damals noch in der Kreisliga Kronach spielenden Kleintettauer hatten eine zündende Idee.


Kleintettau statt Holland

Aber nicht nur das, sie handelten auch zügig, stellten die Weichen für einen Wechsel zu ihrem Verein, der inzwischen perfekt ist. Geplant hatte der junge Pole, der zuletzt in der 3. Liga für Sportowy Start Działdowo kickte, mit seiner Freundin nach Holland zu ziehen.
"Doch das hat sich zerschlagen", wie Christian Ruß von der Fußball-Abteilung des ASV, gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Künftig wird der Angreifer für den Bezirksliga-Neuling auf Torejagd gehen. Der antrittsschnelle und trickreiche "Vollblut-Stürmer" wohnt und arbeitet bereits in Kleintettau.


Handicap Spielberechtigung

Er trainiert unter der Regie von Cheftrainer Christian Häußler bereits mit und freut sich gemeinsamen mit seinen neuen Mitspielern auf seine erste Saison in Deutschland. Allerdings gibt es noch ein Handicap: "Noch warten wir auf die Spielgenehmigung vom polnischen Fußball-Verband", sagt Ruß, der aber hofft, dass sein neuer Schützling demnächst "frei" ist.
Die ASV-Fans sind sich bereits sicher, dass Kostewicz gemeinsam mit Andreas Böhnlein und Kevin Sari ein Sturmtrio bildet, das auch eine Klasse höher für Furore sorgen wird.