Rothenkirchen — Der SPD-Ortsverein Rothenkirchen bestätigte bei der Jahresversammlung seinen Vorstand. Neu wurde eine Arbeitsgemeinschaft für Migration und Vielfalt geschaffen, zu deren Vertreterin Hildegard Nietzel gewählt wurde. Nitzel hat schon seit über einem Jahr im Helferkreis für Flüchtlinge Erfahrungen gesammelt.
Leitgedanke des Ortsvereins und der AG soll sein, die Aufnahme und das Dasein der Flüchtlinge vor Ort menschenwürdig zu organisieren. Laut Nietzel kann die neue AG Brücken bauen zwischen der Bevölkerung und Flüchtlingen. Diese Aufgabe könne jedoch nur in Zusammenarbeit mit anderen Helfern gelingen. Neben praktischen Hilfsangeboten, wie die Fahrten zu Fachärzten oder bei der Freizeitgestaltung, sei es besonders wichtig, das Bewusstsein für die Anliegen der Flüchtlinge zu stärken.
Der Kreisgeschäftsführer der SPD, Thilo Moosmann, freute sich über diese Initiative. Im Landkreis Kronach sind derzeit etwa 500 Flüchtlinge untergebracht und ehrenamtliche Helfer würden hier großes Engagement zeigen. Auch in Rothenkirchen sind einige Flüchtlingsfamilien, um die sich ein Helferkreis rührend kümmert.
Ortsvorsitzender Michael Pütterich möchte die Arbeit im SPD-Gemeindeverband mit den Ortsvereinen Förtschendorf, Rotenkirchen und Pressig durch die Wahl von Delegierten aktivieren. Aus dem Gemeinderat informierte er, dass die SPD eine Zusage seitens der Gemeinde erreicht habe, dass die Sanierung der Verbindungstreppe zwischen Burgstraße und Alter Heeresstraße/Geyerswörth in den Haushalt 2016 aufgenommen werde.
Ein weiteres Anliegen, die der SPD-Ortsvereins im Gemeinderat vorbringen will, ist, die Verkehrssituation an der Ortsdurchfahrt im Bereich des Marktplatzes zu verbessern. "Ich könnte mir dort eine barrierefreie Querungshilfe, einen Zebrastreifen oder auch eine Tempo-30-Zone vorstellen."
Als besonders aktive Posten des 32 Mitglieder zählenden Ortsvereins bezeichnete Pütterich die Frauengruppe und die AG sozialdemokratischer Frauen, die sich sehr rege ehrenamtlich am Ortsgeschehen beteiligen, und Seniorenbeauftragten Werner Neubauer, der viel für die Allgemeinheit getan habe, nun aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für sein ausgeübtes Amt kandidieren könne. eh