Kronach — Rund 325 000 Schüler bundesweit leiden nach Expertenschätzungen an ADHS, dem sogenannten Zappelphillip-Syndrom. Auch in Kronach sind immer mehr Jungen und Mädchen zwischen fünf und 14 Jahren betroffen.
Doch ab wann ist lebhaftes Verhalten krankhaft? Wie wird ADHS behandelt? Sind immer Medikamente notwendig? Antworten auf diese und andere Fragen geben Mediziner bei einer exklusiven Telefon-Hotline, die die DAK-Gesundheit in Kronach am 25. Juni anbietet. Die kostenlose Elternberatung ist für Versicherte aller Krankenkassen gedacht.
Jungen werden häufiger als Mädchen als krankhaft hyperaktiv eingeschätzt. "Die Diagnose ADHS wird mitunter zu schnell gestellt", kommentiert Dieter Weinig, Chef der DAK-Gesundheit in Kronach die Entwicklung. "Das hilft den Familien nicht weiter. Im Gegenteil, eine vorschnelle Diagnose kann zu einem Stigma werden, das die Zukunft der betroffenen Kinder negativ beeinflusst." Deshalb rät Weinig den Eltern, sich gut zu informieren. "Manchmal können Hör- und Sehprobleme Gründe für eine Aufmerksamkeitsstörung sein, manchmal kompensieren scheinbar wilde Kinder einfach ihren ausgeprägten Bewegungsdrang", so Weinig. Wichtige Fragen rund um ADHS beantworten die DAK-Experten am 25. Juni von 8 bis 20 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841. Weitere Infos gibt es auch unter www.dak.de/adhs. red