von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Neuenbürg — Der Weisendorfer Ortsteil Neuenbürg kann auf eine 850-jährige Geschichte zurückblicken und hat diesen Geburtstag am Wochenende auch richtig gefeiert.
Der Freitagabend gehörte der Jugend und mit "Die Gerchli" sorgten fünf lustige und verrückte Musiker für eine zünftige Party. Damit war die Nacht aber noch nicht zu Ende. "The Mystic Eyes" ließen es mit Hits aus den 60er und 70er Jahren so richtig krachen und zogen das Publikum in ihren Bann.
Das eigentliche Jubiläum begann dann am Samstag mit einem Trödelmarkt auf der Schlosswiese, der allerdings etwas unter den hohen Temperaturen litt. Nach einem Empfang im Schloss eröffnete Bürgermeister Heinrich Süß (UWG), begleitet von Böllerschüssen, das Fest.
Jedes Dorf habe seine unverwechselbare Geschichte. Sie hänge mit Staat, Region und Gemeinde zusammen, habe aber auch ganz individuelle Züge, erklärte Bürgermeister Süß in seiner Festrede. Sein besonderer Gruß galt natürlich Freiherrn und Freifrau von Gagern, sozusagen den Hausherrn des Weisendorfer Ortsteiles.
Wenn die Geschichte von Neuenbürg aufgeblättert werde, in der das 850-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung gefeiert werde, habe das auch etwas mit der Geschichte Bayerns, Deutschlands und Weisendorfs zu tun. "Wir erkennen aber auch die Besonderheiten und Eigenheiten von Neuenbürg und seiner Bewohner. Denn wo sonst in unserer Gemeinde finden wir beispielsweise ein solches Schloss wie das der Familie von Gagern, das sich seit 1872 im Familienbesitz befindet und nun auch wieder sehr schön restauriert wurde", sagte der Bürgermeister.
In seinem geschichtlichen Rückblick ging Süß auf die erste urkundliche Erwähnung der "Nuvenburg" im Jahr 1165 und die lange wechselvolle Geschichte des Dorfes ein. Staatssekretär Stefan Müller (CSU) und Landrat Alexander Tritthart (CSU), zeigten sich froh darüber, dass Neuenbürg eine ganze Reihe engagierter Bürger habe.
Und in Neuenbürg lebten schon immer Menschen, die etwas aufbauten, sagte Süß. Menschen, die ihre Freizeit opfern, um in der Freiwilligen Feuerwehr Dienst zu tun, die sich mit Gleichgesinnten im Schießsport messen, die der Gemeinschaft und Geselligkeit wegen die Dorfgemeinschaft am Leben erhalten und jährlich die einst verbotene Kirchweih organisieren.

Ausklang mit Familiennachmittag

Stellvertretend für die Dorfgemeinschaft bat der Bürgermeister Heike Kraus und Freiherrn Maximilian von Gagern auf die Bühne. Beiden dankten Landrat und Bürgermeister für die Organisation des Festwochenendes. Den musikalischen Part des Festabends gestalteten die Heckenmusikanten.
Der gestrige Festsonntag begann mit einer Totenehrung und dem anschließenden Festgottesdienst im Festzelt. Es musizierten die Ehemaligen der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach. Mit einem gemütlichen und unterhaltsamen Familiennachmittag klang das Jubiläum schließlich aus.