"Ich würde alles wieder so machen", sagt Heinz Brückner, wenn er auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblickt. Er wurde am 2. April 1939 in Neuses an den Eichen als zweiter Sohn des Schmiedemeisters Karl Brückner und seiner Frau Edith geboren. Heinz wuchs in der Dorfschmiede seines Großvaters auf, und absolvierte Mitte der 50er Jahre bei seinem Vater die Lehre zum Schmied. Im Laufe der Zeit wurden mehr und mehr Hausinstallationen ausgeführt. Seit 1963 steht ihm seine Frau Gerlinde stets und unermüdlich zur Seite, privat wie auch im Betrieb. 1969 absolvierte er die Meisterprüfung als Gas- und Wasserinstallateur in Bayreuth. Im selben Jahr ging es los mit den ersten Heizungsanlagen, die er zusammen mit Vater Karl und später auch dem jüngeren Bruder Siegfried Brückner einbaute.

2005 konnte das 100-jährige Betriebsjubiläum begangen werden. Inzwischen zählte die Firma circa 30 Mitarbeiter. Seit 2009 hat Heinz Brückner die Firma an seinen ältesten Sohn, Frank Brückner, übergeben. Heute arbeiten rund 60 Mitarbeiter am Firmenerfolg. Der heutige Inhaber ist nicht nur Leiter der Firma, sondern auch Obermeister der Innung Klempnerei, Sanitär- und Heizungstechnik Coburg und bringt die Ausbildung von jungen Fachkräften weiter voran, zum Beispiel durch die mit dem Zukunftspreis 2018 der Handwerkskammer für Oberfranken prämierten Ausbildungs-Initiative.

Besonders am Herzen lag Heinz Brückner immer die Ausbildung von jungen Menschen. Seit über 45 Jahren wurden beinahe 100 Jugendliche zum Gas-und Wasserinstallateur, Heizungs- und Lüftungsbauer sowie - wie die neue Berufsbezeichnung ausweist - Anlagenmechaniker SHK ausgebildet. Dafür wurde der Jubilar 2005 mit der Ehrenurkunde der Handwerkskammer für Oberfranken ausgezeichnet.

Wichtig sei ihm, immer seine Arbeit zu verrichten, und bodenständig zu bleiben, sagt er. Seine große Leidenschaft sind die Pferde, das Radfahren und seine Brieftauben. Dass viel Arbeit jung und fit hält, stellte er etwa mit seinem ersten Mountainbike-Marathon im Jahr 2017 unter Beweis - hier wurde er als ältester Teilnehmer geehrt - mit 78 Jahren.

"Wenn man Freude an etwas hat, ist die Arbeit keine Belastung", ist sein Lebensmotto. Eine große Freude bereitet ihm auch, dass die drei Kinder, Frank, Heike und Udo mit seiner Ehefrau Jutta, das Lebenswerk von ihm und seiner Frau fortführen.

Und deswegen sagt er im Rückblick auf all das: "Ich würde alles wieder so machen." Und lächelt zufrieden.

An seinem heutigen Geburtstag sind Gratulanten ab 10.30 Uhr willkommen. red