Oberreichenbach —  Brunhilde (77) und Herbert Heldmann (80) aus Oberreichenbach feierten am Mittwoch Diamantene Hochzeit. Seit 60 Jahren sind die beiden gebürtigen Erlanger verheiratet. Gefeiert wurde mit den beiden Söhnen Jochen und Stefan und ihren drei Enkeln.

Kennengelernt haben sich die beiden am Sportplatz, wo Herbert Heldmann als passionierter Torwart Fußball spielte und der Bruder von Brunhilde das Sportheim bewirtschaftete. Geheiratet wurde 1959 in der St.-Sixtus-Kirche in Büchenbach.

Brunhilde Heldmann zog zunächst ihre gemeinsamen Söhne groß und arbeitete daraufhin im Speisesaal des Bodelschwingh-Hauses in Erlangen. Schließlich absolvierte sie eine Umschulung zur Bürokauffrau, um anschließend bis zu ihrem Ruhestand 1992 als Chefsekretärin bei der Firma Siemens zu arbeiten. Somit konnten beide am gleichen Standort in Erlangen ihren Lebensunterhalt verdienen. Der gelernte Werkzeugmacher arbeitete als technischer Angestellter im Bereich Kerntechnik bis 1987 für das mittelfränkische Unternehmen.

Die Leidenschaft für den Sport pflegt das Ehepaar seit jeher zusammen. Und auch das nötige Talent haben die beiden: Brundhilde Heldmann beteiligte sich an der Gründung der ersten Sportkegelmannschaft der Erlanger Sportvereine und trug daraufhin mehrmals den Titel "Erlanger Stadtmeisterin im Kegeln". Ehemann Herbert war Torwart beim BSC Erlangen und schaffte es in den sechziger Jahren mehrfach in die Bayernauswahl. Zum Höhepunkt spielte er als Kapitän mit seiner Mannschaft vom BSC 1962 als Süddeutscher Meister um die Deutsche Amateurmeisterschaft in Berlin. Nach seiner Spielerkarriere wirkte Herbert Heldmann als Trainer weiter. Dank mehrerer Stationen (SpVgg Jahn Forchheim, ATSV Erlangen, Hammerbacher SV) blieb er mit dem fränkischen Fußball stets verbunden.

Als Geheimnis für eine so lange und glückliche Ehe verraten die beiden, dass man immer wieder aufeinander zugehen muss und genügend reden sollte. "Wir haben schon immer alles zusammen gemacht", sagt Herbert Heldmann.