Uetzing — Der Monat Juni ist wieder der Monat der Wallfahrer im Staffelsteiner Land. Die Pfarrei Sankt Johannes der Täufer rüstet sich für den Fußmarsch zur heiligsten Dreifaltigkeit in Gößweinstein.
Zwischen Pottenstein und Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz gelegen, ist das Wahrzeichen des Luftkurortes Gößweinstein, die doppeltürmige Wallfahrtskirche. Diese wurde nach den Plänen des bambergerischen Hofbaumeisters Balthasar Neumann um 1730 erbaut. Seit 2009 liegt die Basilika Gößweinstein auch am weltberühmten Jakobsweg. Jährlich pilgern rund 140 feste Wallfahrtsgruppen nach Gößweinstein, an den Ort der fränkischen Wallfahrtsfrömmigkeit.
Die Wallfahrt der Pfarrei Uetzing findet vom Freitag, 13., bis Montag, 16. Juni, statt. Eingeladen und willkommen sind alle, die sich an gemeinschaftlichem Beten und Singen in Gottes schöner Natur erfreuen. Die Teilnahme an der Wallfahrt setzt keinerlei "religiöse Qualifikation" voraus. Sollten während der Wallfahrt körperliche Probleme auftreten, kann ein Begleitfahrzeug in Anspruch genommen werden. Diese Fahrzeuge werden von Ludwig Ultsch und Rudi Tischer zur Verfügung gestellt.

Erste Station Hollfeld

Zum Wallfahrtsablauf: Am Freitag um 11.30 Uhr ziehen die Pilger mit dem Wallfahrtslied "Lauft jung und alt, lauft groß und klein" nach dem Segen von Pfarrer i. R. Hans Hübner aus der Pfarrkirche aus. Der Fußweg - der rund 60 km einfachen Strecke - geht über Feld- und Waldwege zunächst bis nach Stadelhofen, bevor es am ersten Tag über Wotzendorf, Eichenhüll und Krögelstein weiter nach Hollfeld geht. Wallfahrersführer Wolfgang Herold aus Stublang betont, dass die Geh- und Radwege von Krainacher Kreuz nach Hollfeld und von Nankendorf nach Waischenfeld von den Pilgern benutzt werden. "Es wird immer wichtiger, dass die Wallfahrtsgruppen die Hauptstraßen verlassen", so Herold weiter.
Am Samstag um 4 Uhr verlässt die Wallfahrt Hollfeld und zieht weiter über Scherleithen, Nankendorf, Waischenfeld, vorbei an der Pulvermühle nach Gut Schönhof und Köttweinsdorf. Danach erreichen die Wallfahrer die sogenannte Weiße Marter, hier sehen die Pilger zum ersten Mal die Basilika Gößweinstein. Nach einer kurzen Andacht geht es weiter nach Behringersmühle, bevor der beschwerliche Aufstieg nach Gößweinstein ansteht. Gegen 11.15 Uhr ziehen die Gläubigen unter Glockengeläut in die Basilika ein und empfangen den Segen. Nach der Mittagspause werden am Samstagnachmittag die sieben Altäre rund um die Basilika und der Kreuzweg gebetet. Den Abschluss bildet eine Andacht in der Klosterkirche. Am Sonntag findet um 7 Uhr der Wallfahrtsgottesdienst der Uetzinger Wallfahrt in Gößweinstein statt. Gegen 9.45 Uhr ist Treff vor der Basilika, um wieder Richtung Heimat aufzubrechen.

Feuerwehr sorgt für Sicherheit

Am Montag, 16. Juni, gegen 13 Uhr werden die Pilger in Serkendorf von ihren Angehörigen erwartet und mit Blumen begrüßt. Nach einem kurzen Gebet an der Marienkapelle geht es weiter nach Uetzing, wo die Pilger in die Pfarrkirche einziehen. Eine Abordnung des Musikvereins Uetzing-Serkendorf sorgt für die Begleitung der Gesänge während der Pilgertour. Tino Dinkel aus Gößmitz wird Träger des alten 18 kg schweren Wallfahrtsbilds der katholischen Pfarrei St. Johannes der Täufer sein. Die beiden Begleitfahnen werden von Bernhard Grießer und Lukas Grießer getragen. Für die Sicherheit der Wallfahrt wird die Feuerwehr Uetzing sorgen. gkle