Kein Gas, kein Wasser, holprige Feldwege statt Straßen: Das war Kramersfeld in den 1950-er Jahren. Ein Teil gehörte zu Hallstadt, der andere nach Gundelsheim - kein Wunder, dass sich keiner so richtig zuständig fühlte. Unter diesen Umständen gründete sich 1956 der Bürgerverein Kramersfeld-Bruckertshof-Hirschknock, um die Eingemeindung der Siedlung nach Bamberg und ihre weitere Entwicklung voranzutreiben. Das war am 21. Januar. Leicht verspätet feierte der Verein mit einem bunten Abend in seinem Gründungslokal, dem "Bruckertshof", seinen 60. Geburtstag.
An die 130 Gäste waren gekommen, um zusammen zurückzublicken auf die wahrlich nicht einfache Zeit, in der die Siedlung im Niemandsland zwischen Bamberg, Hallstadt, Gundelsheim und Lichteneiche entstand. "Das waren alles arme Leute, die in Behelfshäusle im Garten wohnten", erinnerte sich Georg Kliem, Ehrenmitglied und letztes Gründungsmitglied des Vereins.
Auch die anderen Redner hielten sich kurz. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) würdigte die gute Entwicklung des Stadtteils, seit dieser "ins gelobte Land geführt" worden war, und die Verdienste von Hans-Jürgen Bengel: Dieser ist seit mittlerweile 25 Jahren im Amt und damit der dienstälteste Bürgervereinsvorsitzende in Bamberg. Starke verwies auch mit Stolz auf das neue Verwaltungsgebäude von Brose, das am 30. Juni eingeweiht werde, und die neu gestaltete Stadteinfahrt - beides in unmittelbarer Nähe zu Kramersfeld.
Dass Starkes Bocksbeutel nicht gegen das Geschenk der Arbeitsgemeinschaft Bamberger Bürgervereine ankomme, war die Meinung des derzeitigen Vorsitzenden Dieter Gramß vom Bürgerverein der Wunderburg: Er hatte 30 Liter Bier mitgebracht.
Ein letztes Grußwort sprach Pfarrer Josef Eckert red