Bamberg — Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle hat 530 000 Euro aus dem Entschädigungsfonds für die Instandsetzung der ehemaligen Klosteranlage St. Michael - hier vor allem für die Fassaden und die sogenannte Schröppel-Villa - bewilligt. Eine entsprechende Mitteilung erhielt jetzt die Bürgerspitalstiftung Bamberg.
Die Bausumme beträgt insgesamt rund fünf Millionen Euro. Aus dem Entschädigungsfonds können damit knapp elf Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernommen werden. Spaenle zeigte sich laut einer Mitteilung seines Ministeriums "froh, dass der Freistaat hier mit Mitteln des Entschädigungsfonds einen wichtigen Beitrag zur Sanierung der geschichtsträchtigen Klosteranlage leisten kann", präge die Anlage des ehemaligen Benediktinerklosters mit der dreischiffigen Basilika und den Doppeltürmen doch ganz wesentlich das Stadtbild von Bamberg.
Das im Jahr 1015 vom Bamberger Bischof Eberhard in Zusammenwirken mit Kaiser Heinrich II. gegründete Kloster hat vor allem in der Zeit um 1100 und dann im späten 15. Jahrhundert eine ausgesprochen wichtige Rolle in der Ordens-, aber auch in der Kirchengeschichte im deutschen Reich gespielt", erinnerte der Minister an wichtige historische Wegmarken. Die geplante Maßnahme dient dazu, eine akute Gefährdung der Substanz des Baudenkmals zu beseitigen. Derzeit ist die Klosterkirche mit ihren wertvollen Pflanzenfresken wegen Einsturzgefahr geschlossen. red