19 180 Euro hat die evangelische Kirchengemeinde in den Hof um das Pfarrhaus investiert. Asphaltierte Flächen wurden entfernt und durch Pflaster ersetzt, die Wege wurden ebenfalls gepflastert und durch kleine Erhöhungen beziehungsweise Anpassen an das Gelände barrierefrei begehbar gemacht. Vor dem Gemeindehaus rechts neben dem Pfarrhaus wurde eine Bank installiert. Das Gemeindehaus stellt die Kirchengemeinde der politischen Gemeinde werktags für die Verköstigung und den Pfarrhof für die Mittagsbetreuung der Schüler aus der Grundschule schräg gegenüber zur Verfügung. Aus diesem Grund hatte sie eine Zuwendung für die Sanierungskosten beantragt. Nach Rücksprache von Verwaltungsleiter Florian Puff mit Pfarrerin Sigrun Wagner stellte sich die Kirchengemeinde einen Zuschuss von 5000 Euro vor, den der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend denn auch genehmigte.

Nicht folgen wird der Gemeinderat einer Anregung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Kulmbach/Stadtsteinach, den Gemeindewald in der Gemarkung Waldleite mit zwei Flächen über zusammen 12,6 Hektar in ein Schutzwaldverzeichnis eintragen zu lassen. Der Vorteil einer Eintragung wäre laut WBV, dass damit der Fördersatz zum Beispiel für die Borkenkäferbekämpfung und für künftige Pflanz- und Pflegemaßnahmen deutlich höher wäre - für die Aufarbeitung von Käferholz zum Beispiel 15 statt 10 Euro pro Festmeter. Ein Nachteil wäre allerdings, dass dann Kahlschläge nicht erlaubt würden.

Autonomie ist wichtiger

Zweiter Bürgermeister Fritz Rösch sprach sich klar gegen eine Deklaration als Schutzwald aus. Mit solchen Maßnahmen seien wie bei Förderungen auch immer Auflagen verbunden, sagte er. "Wir geben damit die Autonomie über unseren Wald ab. Wenn wir einen Hektar Holz brauchen, dann dürfen wir den nicht entnehmen." Dieser Einschätzung folgte der Gemeinderat dann auch einstimmig.