Lichtenfels — Der BRK-Kreisverband Lichtenfels ist mit der bisherigen Bewältigung der jüngsten Flüchtlingszuteilung zufrieden. In den Monaten Juli und August wurden rund 1100 ehrenamtliche Stunden zur Unterstützung der Flüchtlinge geleistet. Mehr als 50 Helfer waren dabei im Einsatz.
Das Rote Kreuz erfüllte im Rahmen des Notfallplanes des Landkreises bei der Betreuung der Flüchtlinge eine Reihe ganz unterschiedlicher Aufgaben. Seit Auslösen des Notfallplans im Juli durch das Landratsamt hatten die BRK-Einsatzkräfte die sanitätsdienstliche Absicherung übernommen und standen in den ersten Tagen den an der Notunterkunft ankommenden Flüchtlingen rund um die Uhr für eine medizinische Erstversorgung zur Verfügung.
"Erfreulicherweise gab es keine außergewöhnlichen Notfall ereignisse, sondern lediglich übliche Versorgungsmaßnahmen", freute sich der ehrenamtliche BRK-Einsatzleiter, Tobias Eismann. Weiterhin hob er die konstruktive Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Landratsamtes hervor. Alle Hilfeleistungen würden in enger Abstimmung zwischen BRK und Landratsamt durchgeführt. "Eine ganz wichtige Aufgabe ist auch die Versorgung der Flüchtlinge mit Kleidung. Viele von ihnen besitzen bei ihrer Ankunft nur das, was sie am Körper tragen. Oft fehlt es am Allernötigsten - auch bei den Kindern", so die stellvertretende BRK-Vorsitzende Rosemarie Göhring, die gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen der BRK-Kleiderkammer die Kleiderausgabe organisiert.


Hilfe aus der Bevölkerung

In diesem Zusammenhang dankte Rosemarie Göhring für die vielfältige Unterstützung aus der Bevölkerung. Weitere Hilfen leisteten die Rotkreuzler bei dem Herrichten der Notunterkunft sowie bei der kurzfristigen Versorgung der Menschen mit persönlicher Ausstattung im Fall der Verlegung in dezentrale Unterkünfte. Für die Kinder wurden Spielsachen und für die Schwangeren und Mütter Baby-Ausstattung organisiert.
Darüber hinaus führte der BRK-Fahrdienst zum Beispiel Fahrten zu Gesundheitsuntersuchungen oder Verlegungen in andere Asylbewerberheime wie nach Hof durch. "Alle Maßnahmen im Notfallplan verliefen reibungslos", fasst der BRK-Kreisvorsitzende Christian Meißner das Zwischenfazit zusammen.
"Die letzten beiden Monate waren eine große Herausforderung für uns Rotkreuzler. Über das außergewöhnlich hohe ehrenamtliche Engagement unserer Aktiven freue ich mich deshalb ganz besonders. Wir haben all unsere Kräfte gebündelt und ich bin froh, dass es uns damit gelungen ist, die Not der Menschen ein wenig zu lindern", so Rosemarie Göhring, die selbst nahezu täglich für die Lichtenfelser Flüchtlinge ehrenamtlich im Einsatz ist.


Bitte um Geldspenden

Die Hilfe des Roten Kreuzes wird auch zukünftig bei der Betreuung der Flüchtlinge im Landkreis benötigt werden. Das Rote Kreuz bittet deshalb um Geldspenden per Überweisung auf das Spendenkonto des BRK-Kreisverbandes, IBAN DE54 7835 0000 0000 0159 74, BIC: BYLADEM1COB, Stichwort: Hilfe für Flüchtlinge.


Kontakt im Netz

Wer mehr über die gemeinnützige Arbeit des Bayerischen Roten Kreuzes in Stadt und Landkreis Lichtenfels erfahren will, findet viele weitere interessante Informationen auf der Internetseite des BRK-Kreisverbandes Lichtenfels unter www.kvlichtenfels.brk.de. red