Coburg — Am letzten Wochenende im September feiert die Gemeinde der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) in Coburg, Eupenstraße 1, das 50-jährige Bestehen ihres Gemeindezentrums in Coburg. Für Interessierte ist das eine Möglichkeit, die Gemeinde und ihr Zentrum kennenzulernen.
"Die Coburger Mitglieder sind besonders stolz auf die Tatsache, dass die Einweihung des Hauses vor 50 Jahren von dem ehemaligen Landwirtschaftsminister der USA, Esra Taft Benson, vorgenommen wurde, der auch ein Apostel der Kirche Jesu Christi war", sagt Gernot Hesselbarth von der Gemeindeleitung in einer Pressemitteilung, die anlässlich des Jubiläums herausgegeben wurde.


Erinnerung an Benson

"Der älteren Generation, die noch die schlimmen Kriegsjahre und die Zeit danach mit erleben musste, dürften die Lebensmittelpakete aus USA (Care), die der Wirtschaftsminister Benson veranlasste, noch in guter Erinnerung sein", ergänzt Hesselbarth.
Das Haus entspricht den heute üblichen Standards für öffentliche Gebäude. Ein barrierefreier Zugang, eine Toilette für Rollstuhlfahrer, ein Wickelraum sowie deutlich gekennzeichnete Fluchtwege usw. sind bei einer Sanierung vor etwa zehn Jahren eingerichtet worden. Ein kostenloser Internetzugang steht im ganzen Haus per W-Lan zur Verfügung.


Auch Blutspendeaktion

Am Freitag, 25. September, wird das Institut für Transfusionsmedizin Suhl gemeinnützige GmbH eine Blutspendeaktion im Gemeindezentrum durchführen. Unter ärztlicher Aufsicht können Spender von 17 bis 19 Uhr ihr Blut spenden.
Am Samstagnachmittag, 26. September, können sich interessierte Bürger zwanglos in den Räumen umsehen oder von Kindern die Räume zeigen lassen. Eltern mit kleinen Kindern können diese während der Besichtigung im Kindergarten abgeben.


Ahnenforschung betreiben

In der Familienforschungsstelle besteht die Möglichkeit, online in der größten genealogischen Datenbank nach Vorfahren zu suchen oder sich in das kostenlose Programm von "FamilySearch" einweisen zu lassen.
Kurzfilme informieren über die Glaubensansichten. Eine Bilderausstellung erinnert an die Bauphase und die beteiligten Mitglieder. Der den Bau betreuende Coburger Architekt Hubert Schneider schätzte, dass etwa 90 Prozent der Arbeiten von Mitgliedern geleistet worden seien.
Höhepunkt der 50-Jahr-Feier wird der Festgottesdienst um 10 Uhr am Sonntag sein, an dem überregionale Kirchenvertreter, politische Repräsentanten und Zeitzeugen teilnehmen werden. Wie schon bei der Einweihung werde auch zum Jubiläum der amtierende Oberbürgermeister dem Gottesdienst beiwohnen. Norbert Tessmer (SPD) habe sein Kommen angekündigt. red