"Unsere Hildegard ist aus der Praxis nicht wegzudenken!" Die Wertschätzung, die Ullrich Zuber für seine langjährige medizinische Fachangestellte empfindet, war spürbar. Kein Wunder, kann Hildegard Schwarzböck doch mittlerweile auf 45 Jahre in der Arztpraxis Zuber zurückblicken. Einst begann sie beim Vater Dr. Erhard Zuber in Mürsbach, dann wechselte sie mit Sohn Ullrich nach Kaltenbrunn. Mit einer kleinen Feier ehrte das gesamte Praxis-Team nun das "Urgestein". Als 15-Jährige begann die gebürtige Mürsbacherin am 1. September 1974 in ihrem Heimatort bei dem Allgemeinmediziner Dr. Zuber eine Lehre als Arzthelferin. Im kurzen rosa Röckchen, so erinnerte sich die heute 60-Jährige mit Schmunzeln, stellte sie sich damals vor, in Begleitung ihres Vaters. "Ich war ein schüchternes, kleines Mädchen", erzählte Schwarzböck. Das Feedback durch ihren Chef während der Ausbildung habe ihr Selbstbewusstsein wachsen lassen.

1992 zog Schwarzböck mit ihrem Mann nach Kaltenbrunn, wohin nur ein Jahr später Ullrich Zuber als Nachfolger seines Vaters die Arztpraxis verlegte, "aus unternehmerischen Gründen", wie er sagte. Seit ihrer Anfangszeit musste sich die Angestellte auf immer neue Rahmenbedingungen in der hausärztlichen Arbeit einstellen. "Unsere Hildegard hat immer neue Vorschriften und Verfahren im Gesundheitswesen erlebt, doch sie hat all diese mitgetragen", lobte Zuber. Ihre hervorstechenden Eigenschaften umriss er so: "Geduld, Freundlichkeit zu den Menschen und Akribie in ihrer Arbeit." Außerdem, so der Allgemeinmediziner weiter, habe sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen an unzählige Lehrlinge weitergegeben. Dass es in der Praxis der Zubers familiär zugeht, zeigte auch die Feierstunde zu Ehren der Jubilarin, die wegen der Ferien ein paar Wochen später stattfand. bek