Engagiert, beispielhaft und gewissenhaft - so beschrieb Kommandant Marcus Kaschny seinen Kameraden Fred Seifert, als er ihn bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Haarbrücken für 40 Jahre aktiven Dienst ehrte. Auch Vorsitzender Holger Gundermann lobte Fred Seifert für dessen Verdienst für die Feuerwehr, denn er bringt sich schon seit 28 Jahren als Kassierer ein. "Das ist ein sehr undankbarer Job, denn wenn die Feier vorbei ist und alle anderen nach Hause gehen, muss er das Geld zählen", betonte er. "Ich mache das aber gerne für die Feuerwehr", sagte Fred Seifert.
Als er 15 Jahre alt war, sei er wegen eines drei Jahre älteren Freundes zur Feuerwehr gestoßen. Im April sei er in die Feuerwehr eingetreten und im Dezember habe er den ersten Einsatz gehabt. "Es war Silvester, und vier Bauernhöfe in Meilschnitz haben gebrannt", erinnerte er sich. Das werde er nicht vergessen, genau so wie den Zimmerbrand am Siemensring. "Es war Heiligabend und ich saß gerade in der Kirche, als wir zu dem Einsatz gerufen wurden", sagte er. Das habe ihm gezeigt, dass ein Brand immer und überall passieren könne.
"Deshalb ist es gut, der Feuerwehr einen ehrenamtlichen Dienst zu erweisen - schließlich könnte es auch einem selbst mal passieren, und dann ist man froh, wenn jemand da ist, der helfen kann", erklärte er. Am meisten gefalle es ihm an der Feuerwehr, dass die Kameradschaft im Mittelpunkt stehe. "Hier kommt jeder mit jedem gut aus - und das unabhängig vom Alter", betont er. dp