29 Heilerziehungspfleger und sechs Pflegehelfer konnten zum Abschluss ihrer Schulausbildung bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf ihre Zeugnisse entgegennehmen. Die Feier fand mit einem Gottesdienst im Klostergarten statt.
Seelsorger Peter Jankowetz nahm Bezug auf die sich im Blickfeld der Besucher befindliche Augustinus-Fachschule. Seit einigen Monaten finden dort umfangreiche Um- und Ausbaumaßnahmen statt.
Die Studierenden hätten sich während ihrer Ausbildungszeit einen "guten Grund" geschaffen, auf den sie nun aufbauen könnten, so der Pastoralreferent. "Ihr habt geplant, zusammengearbeitet, die einzelnen Arbeitsschritte nach und nach verrichtet und seid mit diversen Schwierigkeiten zurechtgekommen." Nun sei das Fundament für ein weiteres Berufsleben entstanden.
Ein wichtiger Motivationsgrund für die Ausbildung sei sicherlich auch die Absicht gewesen, die Welt ein wenig lebens- und liebenswerter zu machen, lobte Peter Jankowetz die Absolventen. "Mit Vertrauen in euch selbst und auf Gott könnt ihr ein Segen für die Menschen sein."
Im Namen der Geschäftsleitung gratulierte Ute Häußer, Fachdienstleiterin und Mitglied des Direktoriums, den Studierenden zu ihrem erfolgreich Abschluss. Sie forderte die Absolventen dazu auf, auch Visionen und Träumen nachzugehen. Denn nur wenn man etwas mit Begeisterung tue, dann könne man Außergewöhnliches leisten.
Der Vertreter der Barmherzigen Brüder, Prior Bernhard Binder, hob den besonderen Stellenwert des Berufs Heilerziehungspfleger hervor und ermutigte die Schulabgänger, "mit Kopf, Herz und Händen" vorzugehen.
Schulleiter Andreas Keidel verwendete das Besteigen eines Berges als Metapher für das, was die Studierenden in den Ausbildungsjahren geleistet hatten. Der letzte steile Anstieg sei nun auch noch geschafft. Jetzt könne der Blick in die Ferne geworfen werden. Klarer erkennbar seien nun viele berufliche Möglichkeiten und Perspektiven.
Keidel sah aber auch lobend auf seine Lehrerkollegen. Die Absolventen forderte der Schulleiter auf, die Dinge "zuversichtlich und nicht ängstlich verzagt" anzugehen. Leicht wehmütig blickte Keidel schließlich auf die gemeinsamen Schuljahre zurück.
Die Schülervertreterinnen Michaela Busch, Sophie Lerner und Nadine Rottner wiesen darauf hin, dass das Kapitel Schule zwar abgeschlossen sei, ein neues Kapitel jetzt jedoch anfange, das "noch nicht geschrieben" sei. Die Augustinus-Schule habe wohl Feder und Tinte geliefert, "das Buch muss nun aber jeder von uns selber schreiben".
Als Notenbeste wurden Julia Nendel, Madeleine Tiefel und Andrea Friedrich sowie aus dem Helferkurs Nadja Wahner, Mario Murk, Petra Roberts und Wolfgang Emmert ausgezeichnet. Johannes Salomon