Als "Profis im Ehrenamt" hat Kommandant Dirk Bauer seine Einsatzkräfte bezeichnet. Bei einer Dienstversammlung verdeutlichte Bauer die größte Herausforderung im vergangenen Jahr: "Wir hatten mehr Möglichkeiten, als uns lieb war, zu zeigen, was es heißt, Feuerwehrdienst zu leisten."
In Zahlen heißt dies: Bei 7 Bränden und 304 technischen Hilfeleistungen (davon 187 Erste-Hilfe-Einsätze der First Responder genannt) war das Können der Feuerwehr gefragt. Unter Berücksichtigung der 3 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen verbuchte der Kommandant im vergangenen Jahr 314 Einsätze - damit 20 mehr als 2016.
Keinen Hehl machte Dirk Bauer daraus, dass die 82 Aktiven "langsam, aber sicher, an ihre Belastungsgrenze kommen". Bei der sehr gut besuchten Versammlung informierte der Kommandant, dass seit Jahresbeginn fast 80 Einsätze zu verbuchen waren. Viel Wert legt der Kommandant auf Aus- und Weiterbildung. So standen im vergangenen Jahr unter anderem 44 Übungsdienste auf dem Programm. Auch der Absturzsicherung nahmen sich die Aktiven verstärkt an.


Wenigstens einmal im Monat

Besondere Aufmerksamkeit widmete Dirk Bauer in seinem Bericht den Einsätzen der First Responder. Da habe sich die Feuerwehr freiwillig eine zusätzliche Last auferlegt, die die Helfer auch psychisch belaste. So berichtete der Kommandant davon, dass 207 Personen gerettet werden konnten - bei vier Fällen kam jede Hilfe zu spät. Deutlich machte Bauer, dass es zur Herkulesaufgabe geworden sei, die Alarmierungen immer abzudecken. Erfreut stellte der Kommandant fest, dass die Bevölkerung regen Anteil an der Arbeit der Feuerwehr nimmt. Vor allem bei den Übungen freue er sich über die hohe Zahl der "Zaungäste". Bei aller Euphorie kam er nicht umhin, auch mahnende Worte an die Aktiven zu richten: "Es ist bestimmt nicht zu viel verlangt, wenn jeder mindestens einmal im Monat an einer Übung teilnimmt."
Mit Blick auf die zehn Aktive umfassende Jugendfeuerwehr zollte der stellvertretende Kommandant, Markus Schröpfer, den Nachwuchskräften seinen Respekt: "Sie haben im feuerwehrtechnischen wie auch gesellschaftlichen Bereich viel auf die Beine gestellt."
Bürgermeister Michael Keilich (CSU) attestierte den Wehrleuten, dass ihre sachliche und professionelle Art auch außerhalb der Ortsgrenzen gelobt wird. Lob sprach er den Verantwortlichen für die Jugendarbeit aus. Landrat Michael Busch (SPD) zeigte sich stolz auf die Feuerwehren, die im Landkreis mit ihren über 3000 Aktiven ihren Dienst versehen. Für ihn ist der Zulauf bei den Kinderfeuerwehren faszinierend: "Hier sind wir führend in Bayern."
Mit der Frage, ob die Feuerwehr immer alles machen muss, setzte sich Kreisbrandinspektor Stefan Zapf auseinander. Themen, die hier zur Diskussion stünden, seien unter anderem Beseitigung von Ölspuren, Parkplatzeinweisungen, Sicherheitswachen oder Türöffnungen. Martin Rebhan