Es kommt noch ein drittes Baugebiet in Hausen nach Lohe Fünf und dem an der Forchheimer Straße. Im Auftrag der Firma Bauhaus stellte Landschaftsarchitekt Detlef Paul aus Schwabach deren Vorhaben vor, auf dem Gelände westlich der Gärtnerei an der Heroldsbacher Straße etwa 30 Wohneinheiten als Doppel- und Reihenhäuser zu errichten.
Auch hier, so räumte der Planer sofort ein, ist die Frage des Lärmschutzes relevant, denn die Heroldsbacher Straße ist die am meisten befahrene im Ort. Paul denkt dabei an begrünte Wände, ähnlich denen in Hemhofen-Zeckern. Für die Lage der Gebäude will er dem Rat zeichnerische Alternativen vorstellen. Felix Steinbock (JB) brachte noch die Lage gegenüber der Zufahrt zur Sportplatzsiedlung als kritische Stelle ins Gespräch. Bis auf ihn stimmten alle andern Ratsmitglieder für einen Aufstellungsbeschluss.
Mit den drei Baugebieten und insgesamt rund 100 Wohneinheiten dürfte Hausen in den nächsten Jahren um etwa 400 Einwohner wachsen. Die Kläranlage verkraftet dies. Inwieweit weitere Bereiche der Infrasstruktur verbessert oder verändert werden müssen, wird ein Ratsthema werden. Insbesondere ist damit zu rechnen, dass in wenigen Jahren auf einmal eine große Anzahl von Kleinkindern Plätze in den Krippen und Kindergärten benötigt. Schon bislang reichen die vorhandenen Krippenplätze nicht aus.


Kein Ehrenkodex

Zu keiner Entscheidung kam der Gemeinderat bei der Überarbeitung der Satzung für die Sondernutzung von öffentlichen Straßen. Der Punkt wurde vertagt, insbesondere weil der Satzungstext mit der Gebührenregelung nicht vollständig vorlag.
Nach ausführlicher Diskussion entschied sich der Rat gegen einen explizit festgeschriebenen Ehrenkodex. Nur sechs Ratsmitglieder votierten in der namentlichen Abstimmung dafür. Die anderen folgten wohl der Argumentation von Daniel Singer (CSU), wonach der Amtseid alles abdecke.
Der Straßenzug in der Lohe Fünf wird nach Pfarrer Georg Hundsdorfer benannt. Denn es jährt sich zum 50. Mal, dass dieser Geistliche den Kirchenneubau initierte.