Als Club-Fan wird man geboren, um zu leiden und zu jubeln. Mit dieser Selbstironie sind alle Anhänger des Traditionsvereins 1. FC Nürnberg schon von klein auf vertraut. Denn in Deutschland gibt es keinen Fußballverein, bei dem Triumphe und Dramen so nah beieinanderliegen wie beim fränkischen "Club".
Die echten "Glubberer" jubeln und feiern miteinander - aber sie weinen und trauern auch gemeinsam und leben dabei die Rivalität zu den Anhängern des großen Vereins an der Isar offen aus. Nach ihren Werten gelten diese ohnehin als verwöhnte "Erfolgsfans", die das richtige Feiern aufgrund (zu) vieler Siege längst verlernt haben. Vorsichtig ausgedrückt.


Leid kommt von Leidenschaft

Eine kleine, aber nicht minder leidenschaftliche Gruppe Burker Fußballfans begleitete den 1. FC Nürnberg ab 1987 zu jedem Heim- und Auswärtsspiel. Zufällig trafen die Burker dann im Block in Leverkusen auf weitere Fans aus der Region und organisierten sich mit diesen. Die Fan-Familie wuchs weiter und fortan wurde zu den Gastspielen von Burk aus mit dem Auto abgefahren.
Am 22. November 1987 trafen sich die Idealisten im Burker Hubertusheim mit dem Ziel, einen Fanclub zu gründen. Besitzerin Luitgard Friedrich stellte ein Zimmer zur Verfügung, der Grundstein war mit 15 Gründungsmitgliedern gelegt. Bereits zum Auswärtsspiel gegen Hannover kam ein Transparent mit der Aufschrift "Clubfreunde Burk-Forchheim" zum Einsatz und wurde somit eingeweiht.
An der ersten Hauptversammlung der Club-Freunde im Januar 1988 wurde ein Vorstand mit Vereinskassier und Schriftführer gewählt, der bereits am 6. September des gleichen Jahres die erste Satzung vorstellen konnte.


Sportlicher Höhenflug

Durch die immer größer werdende Fangemeinde wuchsen auch die Kontakte direkt in die Fan-Basis des 1. FCN. Durch einen sportlichen Höhenflug nahm der Club 1988 am Uefa-Cup teil, und der damalige Fanclub-Koordinator in Nürnberg organisierte eine Busfahrt zum Auswärtsspiel nach Rom. Die auf dieser Reise erfolgreich geführten Gespräche endeten mit der Aufnahme der Club-Freunde Burk als offizieller Fanclub des 1. FC Nürnberg unter der Registernummer "OFCN-Nr. 117".
Die folglich guten Kontakte zum Club sorgten bei offiziellen Veranstaltungen des Vereins immer wieder für prominenten Besuch aus Nürnberg.
In der Jahreshauptversammlung 1992 beschlossen die Mitglieder, den Fanclub als "e.V.", als eingetragenen Verein, zu führen, was mit rechtlicher Beratung auch so umgesetzt wurde. Bedingt durch die Schließung des Hubertusheims siedelten die Club-Freunde Burk-Forchheim 2010 ins Sportheim des FC Burk um. In diesen Jahren stieg die Mitgliederanzahl stark an. Beginnend mit 15 Gründungsmitgliedern 1988 wuchs diese auf aktuell 275 organisierte FCN-Fans im 30. Jubeljahr.