Die Ehrung treuer Mitglieder stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Kreisgruppe Lichtenfels im Bund Naturschutz. Vorsitzender Anton Reinhardt listete zudem zahlreiche Aktivitäten der 926 Mitglieder starken Gruppierung auf. Darunter sei auch ein Naturschutzprojekt mit der Herzog-Otto-Mittelschule auf dem 8500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Mühlbach und Mainau gewesen. Dort habe man bereits eine Müllsammelaktion durchgeführt und Nistkästen gebaut, die auf etlichen Bäumen befestigt wurden.
Im Herbst soll laut Reinhardt wieder das Umweltbildungsprojekt "In die Schule geh ich gern" starten. Dabei sollen die Kinder ermutigt werden, zu Fuß zur Schule zu gehen.
Anton Reinhardt sprach sich für die Windkraft aus, allerdings sollten sensible Bereiche wie Vierzehnheiligen, Kloster Banz oder der Staffelberg ausgenommen werden. "Wenn alles abgelehnt wird, dann ist auch die Energiewende nicht zu schaffen", sagte er. Auf keinen Fall wolle der BN ein Wasserkraftwerk am Main bei Michelau. Vielmehr sollte die Durchgängigkeit für Fische verbessert werden.
"Den BN schmerzt der Flächenverbrauch", sagte Reinhardt. In Bayern würden täglich 18 Hektar, also etwa 25 Fußballfelder, der Natur entzogen. Er sprach sich gegen eine Gewerbeflächen-Konkurrenz zwischen den Kommunen aus. Vor einer Neuausweisung sollten bereits ausgewiesene Gewerbeflächen zuerst bebaut werden.
"Es gibt im Landkreis Lichtenfels keinen Quadratkilometer, der nicht durch eine Straße zerschnitten wird", sagte der Vorsitzende weiter. Gesucht seien intelligente Verkehrslösungen ohne Landverbrauch. Bei der B 173 neu reiche die 2+1- Lösung zwischen Lichtenfels-Ost und Kronach-Süd völlig aus.
"Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier weltweit", stellte Imker Henrik Arndt in seinem Vortrag fest. Neben der Produktion von Honig liege die Hauptleistung in der Bestäubung der Blüten. Anders als in Amerika, wo diese Bestäubungsleistung bezahlt werde, gehe der Imker hierzulande aber leer aus, bedauerte der Referent. gvö