Tettau — Die jüngere Generation wird sie kaum noch kennen. Einst Wahrzeichen von Tettau - nunmehr seit 20 Jahren von der Bildfläche verschwunden: die Wildbergschanze.
Genauso selbstverständlich scheint die Fahrt von Tettau nach Spechtsbrunn. Wo vor 25 Jahren noch der Überwachungs turm der DDR-Grenztruppen und die Container des Zolls waren, erinnert heute nur noch eine kürzlich gepflanzte Eiche an die ehemalige Teilung Deutschlands.
Am Sonntag, 15. März, wird es um 16 Uhr im Kleinen Saal der Festhalle Tettau einen Diavortrag von Manfred Suffa über das Geschehen an der Grenze im "Tettauer Winkel" zur Zeit der Wende ab November 1989 geben.
Auf circa 250 Diapositiven werden die Ereignisse an den damaligen Grenzübergängen nach Spechtsbrunn, Neuenbau, Judenbach/Heinersdorf und Hasenthal gezeigt. Zum einen wird die Veranstaltung interessant für alle sein, die bei den damaligen Ereignissen live dabei waren, zum anderen auch für alle jungen Bürger, die - zum Glück - die deutsche Teilung nicht bewusst miterleben mussten. Auch deswegen, weil kurz auf die enorme menschenverachtende Technik eingegangen wird, mit welcher das DDR-Regime versuchte, jeden einzelnen Einwohner an der Flucht aus seinem idealen sozialistischen Staat zu hindern.
Nach dem Vortrag, in welchem sich gerne auch die Zuhörer mit persönlichen Erlebnissen einbringen können, werden auch der letzte Leiter der Tettauer Grenzpolizei, Herr Patzina, Tettaus Bürgermeister Peter Ebertsch, welcher damals Zollbeamter war, und natürlich Manfred Suffa, der seine private Diasammlung zur Verfügung stellt, die eine oder andere Geschichte erzählen.
Im Anschluss unterhält die "Bochbicher Gaudimusik" zu einem Dämmerschoppen. Das Team der Festhalle hält fränkische und Thüringer Brotzeitteller bereit. Auf eine rege Teilnahme freut sich die Interessengemeinschaft Tettau. Der Eintritt ist nach Angaben der Interessengemeinschaft frei. red