Auch heuer stimmt man sich in der Gemeinde Stockheim wieder auf besonders schöne Art und Weise auf das Weihnachtsfest ein. Wie beim typischen Adventskalender, bei dem jeden Tag ein Türchen geöffnet wird, wird beim Stockheimer Adventskalender jeden Abend in der Regel um 18.30 Uhr (Ausnahme am 18. Dezember bereits um 16.30 Uhr und am 24. Dezember um 16.15 Uhr ) in den verschiedenen Ortsteilen ein neues Fenster feierlich eröffnet.
Diese Aufgabe übernimmt der Fensterpate, der es geschmückt und gestaltet hat. Zur kleinen Eröffnungsfeier sammeln sich die Gäste vor dem entsprechenden Haus mit dem Adventsfenster. Die Eröffnung startet mit einer kleinen Darbietung des Fensterpaten - beispielsweise mit weihnachtlichen Gedichten oder Liedern. Das Fenster wird allabendlich ab dieser Uhrzeit beleuchtet sein. Zur Eröffnung gehört, dass bei Tee oder Punsch die Besucher ins Gespräch kommen und einander begegnen. Die Besucher werden gebeten, einen Trinkbecher mitzubringen. Organisiert wird die Aktion von der Interessengemeinschaft Stockheimer Geschäftsleute mithilfe von Vereinen, Institutionen und Privathaushalten. Traditionell den Anfang machte am 1. Dezember das Rathaus in Stockheim.
Zum Auftakt freute sich Stockheims Bürgermeister Rainer Detsch über eine stattliche Anzahl von rund 100 Gästen. Die täglichen Fenstereröffnungen seien eine schöne Gelegenheit, ins Gespräch mit seinen Mitmenschen zu kommen. "Die Aktion ist kein Wettbewerb - immer schöner, größer, weiter. Die Begegnung soll im Vordergrund stehen", appellierte er. Er dankte allen Mitwirkenden und Verantwortlichen seitens der Interessengemeinschaft für die Organisation sowie des VdK-Ortsverbandes Stockheim-Neukenroth als Ideengeber. Der größte Dank gebühre aber den Fensterpaten, die die Aktion erst ermöglichten, und allen großherzigen Spendern. Dem schloss sich IG-Sprecher Rainer Engelhardt an. "Wir sind nicht die Veranstalter, sondern die Organisatoren und Koordinatoren." Man wisse, dass die Initiative nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sei. Doch von den Betroffenen - drei hilfsbedürftige Menschen aus der Großgemeinde mit gesundheitlichem Handicap - werde jede Hilfe benötigt. Von Anfang sei es das Ziel gewesen, dass sich alle Ortsteile an der Aktion beteiligen. Engelhardt hoffte auf die erneute Spendenbereitschaft der Bevölkerung. An jedem der 24 Abende werden Verantwortliche der IG mit ihrer Spendenbox vor Ort sein, um bei den anwesenden Gästen zu sammeln. Nachdem der Bürgermeister ein weihnachtliches Gedicht vorgetragen hatte, gab er den Startschuss für den Adventskalender. Für die stimmungsvolle Umrahmung des Auftakts sorgte eine Abordnung der Bergmannskapelle Stockheim. Mittlerweile wurden auch das zweite Türchen bei Familie Scheler in Stockheim, das dritte bei der Gaststätte Deutscher Hof in Haßlach, das vierte bei der Familie Kratochvill in Stockheim sowie das fünfte bei der Familie Bauersachs in Burggrub eröffnet. hs