Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: Im Kreis Haßberge sind im vergangenen Jahr 224 Neubauwohnungen entstanden, 145 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich die Baugewerkschaft (IG BAU) und die Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt.
Insgesamt haben die Bauherren im Landkreis Haßberge demnach im vergangenen Jahr 91,6 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. "Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn der Kreis Haßberge seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Bayern betroffen ist", sagt Hans Beer (Regionalleiter der IG BAU in Franken).


Häuser bedeuten Sicherheit

Auch das Wohneigentum im Kreis Haßberge müsse endlich wieder effektiv gefördert werden. "Es müssen sich wieder mehr Menschen eigene vier Wände leisten können - vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen", erklärt das Bündnis Wohnen.
Das Wohneigentum sei eine wichtige Altersvorsorge. "Die eigenen vier Wände sind da und
haben Bestand - unabhängig davon, wie die Rentenhöhe im Alter schwankt. Sie bieten die Sicherheit eines dauerhaften "Daches über dem Kopf - ohne Angst vor einer Mieterhöhungen oder vor einer Kündigung", sagt Hans Beer.
Im Verbändebündnis Wohnen setzen sich die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) sowie die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) nach eigenen Angaben gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen im Wohnungsbau ein. red