Oberbayerns Bauboom überstrahlt das ganze Land. Bayernweit wurden vergangenes Jahr knapp 75 000 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt. Fast 33 000 davon entfielen auf Oberbayern. Bei uns im Kreis Kulmbach sind im Jahresverlauf 204 Wohnungen aller Art genehmigt worden, das sind 12 oder 5,6 Prozent weniger als 2016. Insgesamt wurden 232 Baugenehmigungen für Wohnbauprojekte, Sanierungsmaßnahmen und Nichtwohngebäude erteilt. Das ist ein Plus von 54 Bauvorhaben oder 30,3 Prozent.
Im monatlichen Turnus veröffentlicht das Bayerische Landesamt für Statistik die Zahlen aller genehmigten Bauvorhaben und zum Teil auch die Höhe ihrer geschätzten Kosten. Sie geben Aufschluss über den voraussichtlichen Verlauf der Baukonjunktur und mögliche Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt.


Einfamilienhäuser

Im Kreis Kulmbach wurden von Januar bis Dezember 2017 insgesamt 76 Baumaßnahmen im Bestand, 28 öffentliche Bauten oder Firmenbauten sowie 128 neue Wohngebäude genehmigt. Durch all diese Bauprojekte sollen insgesamt 204 Wohnungen entstehen (Vorjahr: 216). Die Mehrzahl davon entfällt mit 184 genehmigten Wohnungen auf die 128 neuen Wohngebäude, unter denen 120 Ein- und Zweifamilienhäuser sind. Im Jahr zuvor waren hier 82 Wohngebäude (darunter 73 Ein- und Zweifamilienhäuser) mit insgesamt 203 Wohnungen genehmigt gewesen.
59 Wohnungen sind in Mehrfamilienhäusern genehmigt worden, also in Häusern mit drei und mehr Wohneinheiten. Das sind im direkten Vergleich 61 Wohneinheiten weniger als im Vorjahr.


Rekordjahr geknackt

Für den gesamten Freistaat Bayern notiert die Statistik fürs vergangene Jahr 74 981 Wohnungsbaufreigaben. Damit wurde das bisherige Rekordjahr 2016 geknackt, damals waren 74 500 Wohnungen gebaut worden - so viele wie seit 1999 nicht mehr. zds