Kleinsendelbach — Eine Information überraschte den Gemeinderat Kleinsendelbach in der Sitzung am Montag: Die Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWV) teilte mit, sie habe erst vor wenigen Tagen telefonisch erfahren, dass der Gemeinde etwa 20 Flüchtlinge per Landratsamt Forchheim zugeteilt werden. Eine Informationsveranstaltung hierzu findet am 17. Februar um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle statt. Gertrud Werner rief ausdrücklich zu Freundlichkeit und Offenheit gegenüber den Flüchtlingen auf.


Anträge von Bürgern

Hinsichtlich mehrerer Anträge von Bürgern erklärte sie: "Manchmal muss man Maßnahmen ergreifen, die einem selbst nicht einleuchten." Sie meint damit vor allem Anträge, die nicht unmittelbar in der Entscheidungsgewalt des Gemeinderates liegen. Eine Klage betrifft die Straßen innerorts, die in schlechtem Zustand seien. Löcher zu stopfen, wenn nur die Stolpersteine des Schotters unter einer dünnen Asphaltschicht vertuscht werden, dies lehnt Bürgermeisterin Werner ab.
Muss besser gründlich saniert werden? Auch in der Amtszeit Werners seien Gelder liegen geblieben, meinte Hildegund Fischer, Vorsitzende der oppositionellen Dorfgemeinschaft (DGEM). Erst einmal soll nun die dringend nötige Sanierung des Kleinsendelbacher Kanalsystems abgewartet werden. Es folgte hierzu eine Kostenkalkulation durch H. Schulte von der Kommunenberatung Veitshöchheim. Nicht dass Straßen geflickt werden, die man dann doch wieder aufreißen müsste.
Die Sanierung des alten Rathauses liegt klar im Rennen vor einem Neubau im Verbund mit dem Kinderhaus. Termine zum Erhalt von Fördergeldern drängen. Eine genauere Kalkulation soll zeitnah folgen.