Weitere ICE-Halte in Coburg und eine zusätzliche Schienenverbindung nach Südthüringen: Diese beiden Forderungen vertreten sowohl die Kreisgruppe Coburg des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) als auch die IHK zu Coburg.
Der VCD sammelte vergangene Woche Unterschriften am Coburger Bahnhof. Für zusätzliche ICE-Züge hätten 170 Leute unterschrieben, für ein Raumordnungsverfahren "Lückenschluss" 130, teilte nun Gerd Weibelzahl von der VCD-Kreisgruppe mit.
Die Unterschriftensammlung soll flächendeckend fortgesetzt werden. Wer sie unterstützen will, kann die Formulare von der Homepage des VCD Bayern herunterladen (zu finden bei der Kreisgruppe Coburg) oder bei Gerd Weibelzahl per E-Mail anfordern (gerd.weibelzahl@vcd-bayern.de). Der FDP-Kreisverband, der SPD-Kreisverband, der Rückert-Kreis Bad Rodach und die Gemeinde Grub am Forst hätten die Listen bereits angefordert, sagt Weibelzahl.
Die beiden Forderungen gehen an unterschiedliche Adressen: Für mehr ICE-Halte ist die Bahn zuständig, für ein Raumordnungsverfahren die bayerische Staatsregierung. Deshalb hat die IHK zu Coburg zwei Resolutionen verfasst: Die Bahn wird aufgefordert, mehr ICE in Coburg halten zu lassen und den Bahnhof zu sanieren. Der Freistaat soll Geld bereitstellen, um per Raumordnungsverfahren die geeignete Trasse für einen Schienenlückenschluss in den Raum Hildburghausen zu finden. Die Bahn wird an ihr Versprechen erinnert, bei entsprechendem Fahrgastpotenzial mehr Züge anzubieten. Derzeit halten die ICE früh, am Nachmittag und spätabends in Coburg. Die IHK fordert langfristig einen Halt alle zwei Stunden und ab dem Fahrplanwechsel zusätzlich 11.04 und 19.04 Uhr nach München, 11.52 und 19.52 Uhr nach Berlin. Das erschließe neue Potenziale bei Touristen und Berufspendlern. Der Bahnhof brauche Schließfächer und eine Toilettenanlage. sb