Die Wirtschaft floriert, die Binnennachfrage brummt, aber die Pleitegeier kreisen dennoch unerbittlich: In Bayern gab es zuletzt weniger Unternehmenspleiten, im Landkreis Kulmbach war das nicht der Fall: Hier notierten die Gerichte 2017 insgesamt 16 Insolvenzanträge. Ein Jahr zuvor waren es noch 12 gewesen. Die schlechte Nachricht für die Gläubiger: Gegen die Unternehmen, die ihre Zahlungsunfähigkeit feststellen lassen wollten, bestanden Forderungen von 8,766 Millionen Euro. Geld, das wohl größtenteils verloren ist.
Der Blick in die Insolvenzstatistik des Landesamtes zeigt: In Bayern ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zuletzt um 179 gesunken. So meldeten hier landesweit 2559 Unternehmen und Unternehmer Insolvenz an. Bei 692 davon klappten die Insolvenzrichter den Aktendeckel aber rasch wieder zu: Diese Verfahren wurden mangels Masse abgewiesen. Im Landkreis Kulmbach betraf das sieben Unternehmen.
Bei neun Unternehmen im Landkreis Kulmbach wurde das Verfahren eingeleitet, es kam also zur "geordneten Insolvenz". Überprüft wird in diesem Verfahren im Wesentlichen, ob Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung vorliegt. Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, seine fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt.


104 Arbeitsplätze

Im Landkreis Kulmbach waren zuletzt 104 Arbeitsplätze von Insolvenzverfahren betroffen, das waren 32 mehr als im Jahr davor. zds