Es war ein Mammutprogramm, das sich die Räte der Stadt Bad Staffelstein in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause auferlegt hatten. Mehr als zwei Stunden hatten sie sich mit Flächenplänen zu befassen.
Großen Raum und mehr als zwei Stunden Zeit nahm die Fortschreibung des Flächennutzungsplans (FNP) für die Kernstadt und ihre 28 Stadtteile in Anspruch. Mit diesem Thema haben sich die Räte und die Stadtverwaltung bereits befasst. Intensive und teils kontroverse Sitzungen waren vorangegangen. Mehrmals wurde der FNP ausgelegt, nun galt es, die Einwendungen der Bürger und der Träger öffentlicher Belange wie Ämter, Bahn, Autobahndirektion, Fernversorger oder auch Bund Naturschutz zu behandeln.
Insgesamt galt es, 50 DIN-A4-Seiten durchzuackern und über fünf Dutzend Beschlüsse zu fällen. Und es gab auffällig viele Einwendungen zu Verlauf und der generellen Sinnhaftigkeit der angedachten Nord-Ost-Spange, von Bürgern wie Ämtern gleichermaßen. Nach zwei Stunden jedoch war der Gesamtplan aufgestellt, der eine Art Absichtserklärung und gedankliches Grobkonzept für die Weiterentwicklung der Stadt ist. Nun wird er dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt.


36 500 qm großes Areal

Etwas konkreter sind die Gedankenspiele der Lumo Projekt GmbH aus Lichtenfels, die auf einem knapp 36 500 Quadratmeter großen Areal direkt im Anschluss an die Auwaldsiedlung und nahe der Eisenbahnstrecke 15 Doppel- und zehn Mehrfamilienhäuser errichten würde, inklusive Quartiersplatz und Kinderspielplatz als Treffpunkte. Dafür sind drei Zufahrten über Rosenstraße und Veilchenweg angedacht. Einstimmig beschloss der Stadtrat die Aufstellung des Bebauungsplans "Am Auwald", wobei die Kosten der Planung die Projektfirma zu tragen hat. el