von unserer Mitarbeiterin Ulrike Langer

Kreis Haßberge — 13 Jäger haben sich in der Kreisgruppe Haßfurt des Bayerischen Landesjagdverbandes mit ihren Hunden einer rund sechsmonatigen theoretischen und praktischen Ausbildung unterzogen und nach der Gehorsamsprüfung im Frühsommer nun auch die Brauchbarkeitsprüfung abgelegt. Damit sind ihre Hunde jetzt für die Jagd einsetzbar.
Unter den Teilnehmern war Georg Herold aus Oberschleich-ach mit seiner Brenda vom Hermannsgrund, einem Großen Münsterländer. Ruhig und gelassen saß die 16 Monate alte Hündin vor der Prüfung im Gras und beobachtete ungerührt das Geschehen um sich herum. Es war so, als ob sie wusste, dass ihre volle Aufmerksamkeit noch nicht gefragt war.
Doch bei der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde, der sie sich mit ihrem Herrchen ebenso wie zwölf weitere Gespanne unterzog, war sie voll konzentriert und bewältigte alle Aufgaben mit Bravour. Herold ist seit 20 Jahren Jäger und geht im Pirschbezirk der Bayerischen Staatsforsten in Ebrach etwa einmal pro Woche auf die Jagd. "Dazu brauche ich einen ausgebildeten und geprüften Jagdhund", erzählte er. Aus diesem Grund hat er mit Brenda seit Mitte März an einer intensiven Ausbildung teilgenommen, zu der im Juli die Gehorsamsprüfung zählte und die jetzt mit der Brauchbarkeitsprüfung endete. "Brenda stellt sich sehr gut an", so Herold, der seine Hündin als "ruhig, freundlich und anhänglich" bezeichnete. Weil Brenda viel Bewegung und täglichen Auslauf benötigt, trainiert er zwei bis drei Mal pro Woche mit ihr.


Auch bei Schüssen ruhig

Die Hundeobfrau in der Kreisgruppe Haßfurt, Rosel Hölzner, hatte ihn und alle weiteren Teilnehmer zusammen mit Ursula Kilgenstein auf die Prüfung vorbereitet. Am Tag der Prüfung auf der Wiese an der Altach bei Haßfurt wurden die Schussfestigkeit und die Standfestigkeit der Hunde geprüft. Vom Jagdhund wird erwartet, dass er sich durch nichts beeinflussen oder beeindrucken lässt.
Anschließend mussten die Hunde einer 300 Meter langen Kaninchenschleppe im Wald sowie einer 150 Meter langen Federwildschleppe im Feld folgen und sowohl das Kaninchen als auch das Federwild apportieren. Auch die Bewältigung einer 300 Meter langen Schweißfährte und das Apportieren einer Ente aus dem Wasser wurden geprüft.
Unter der Aufsicht der Richter Hermann Langguth und Alfred Schöpplein sowie der Mitrichter Walter Arnold, Eva Klar, Peter Wälde und Dieter Kneuer führten folgende Herrchen und Frauchen ihre Hunde erfolgreich durch die Prüfung: Manfred Klüpfel mit Biela v. d. Wässernach (Kopov) aus Buch, Isabel Plasa-Rost mit Greebo v. alten Schulhaus (Labradoodle) aus Limbach, Rudolf Klein mit Dara v. Silver Smithe (Labrador) aus Donnersdorf, Harald Friedrich mit Elly v. Beckenschlag (Kleiner Münsterländer) aus Greßhausen, Jochen Vogt mit Eyla v. Beckenschlag (Kleiner Münsterländer) aus Oberschwappach, Georg Herold mit Brenda v. Hermannsgrund (Großer Münsterländer) aus Oberschleichach, Stefan Schönauer mit Asco v. d. Mainaue (Rauhaardackel) aus Ebelsbach, Jürgen Lutsch mit Finni v. Hirschen-acker (Deutsch Kurzhaar) aus Haßfurt, Manuel Lutsch mit Falk II v. Falkentann (Weimaraner) aus Rügheim, Franz Josef Zoth mit Trixi (Labrador) aus Sailershausen, Florian Schmidt mit Hugo v. d. Weisach (Kleiner Münsterländer) aus Königsberg, Udo Hein mit Emma Apricot Cake (Labrador) aus Rügheim und Dieter Lewetz mit Gretel (Pointer) aus Hofheim.