Gute Handwerker braucht das Land. Dies wurde einmal mehr bei der Freisprechung der jungen Handwerksgesellen im Hegelsaal der Konzerthalle deutlich. Denn mittlerweile, so betonte Landrat Johann Kalb (CSU) in seiner Ansprache, bestimme nicht mehr er die Termine, wenn Handwerker zur Reparatur kommen würden, sondern er müsse sich nach dem Terminkalender der Handwerker richten. "Sie haben damit bei Ihrer Berufswahl alles richtig gemacht. Denn wenn alle nur noch studieren wollten, wer würde dann die Universitäten bauen?", so Kalb weiter.
Auch Bürgermeister Wolfgang Metzner (SPD), der neben seinem Amt als Dritter Bürgermeister Gymnasiallehrer ist, versicherte, dass auch heute noch eines gelte: "Das Handwerk bietet Ihnen eine sichere Grundlage für ein zufriedenes und erfolgreiches Berufsleben."
Kreishandwerksmeister Manfred Amon unterstrich ebenfalls, dass gute Handwerker überall gesucht und begehrt seien: "Ich kann Ihnen prophezeien, dass schon in wenigen Jahren ein Mangel an guten Fachkräften entstehen wird, verbunden mit einem knallharten Wettbewerb um die besten Leute."
Der Vizepräsident der Handwerkskammer Oberfranken, Matthias Graßmann, hieß die neuen Gesellen willkommen in der "Familie" Handwerk, welche mit fünf Millionen Beschäftigten einer der größten Wirtschaftsbereiche in Deutschland sei. Ferner lobte er die hohe Qualifikation der Handwerker in Deutschland.
Das Bäcker-Handwerk stellte mit 13 Gesellen und 20 Fachverkäufern die größte Zahl der Prüflinge. Dann folgten das Friseur-Handwerk mit 17 Gesellen, das Bau-Handwerk mit elf Maurern und zwei Hochbaufacharbeitern, das Maler-Handwerk mit zehn Gesellen und einen Bauten- und Objektbeschichter sowie das Schreiner-Handwerk mit zehn Gesellen. Die nächstgrößeren Gruppen bildeten das SHK-Handwerk mit neun Anlagenmechanikern, das Zimmerer-Handwerk mit acht Gesellen, das Metall-Handwerk mit fünf Metallbauern und drei Feinmechanikern sowie das Fleischer-Handwerk mit vier Gesellen und drei Fachverkäufern. Die kleinste Gruppe an Prüflingen stellte das Elektro-Handwerk zusammen mit dem Dachdecker-Handwerk mit je zwei Gesellen und das Sattler-Handwerk mit einem Gesellen. Hinzu kommen noch fünf Bürokaufleute, die ebenso ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben. Harald Rieger