von unserem Redaktionsmitglied 
Josef Hofbauer

Forchheim — Entgegen der ursprünglichen Absicht, den Estrich zu erhalten, muss nun bei der Sanierung des Gymnasiums Fränkische Schweiz in Ebermannstadt der Estrich doch komplett erneuert werden. Die Kosten dafür bezifferte Stefanie Plötz vom Projektsteuerungsunternehmen Hartl auf knapp 109 000 Euro. Das Ausschreibungsergebnis liegt um 9000 Euro unter der ursprünglichen Kostenschätzung. Der Bauausschuss des Kreises stimmte der vergabe zu.
Ebenso wurden Aufträge in einer Gesamthöhe von 2,75 Millionen Euro für die Sanierung des Ehrenbürg-Gymnasiums vergeben. Dabei geht die Heizungsinstallation mit einem Kostenvolumen von 437 400 Euro an die Firma Schwender in Thurnau. Diese Arbeiten, so Plötz, hätten nichts mit der Art der Heizung zu tun. Hier handle es sich ausschließlich um neue Rohre und Heizkörper. Der ins Auge gefasste Umstieg von der bisherigen Gasheizung , mit der sich Reinhold Otzelberger ausgesprochen zufrieden zeigte, auf eine Hackschnitzelheizung sei davon unberührt, so Plötz.
Ebenfalls an die Firma Schwender geht der Auftrag für die Sanitärarbeiten, die mit 442 726 Euro zu Buche schlagen. Dieser Betrag liegt um 7000 Euro unter den prognostizierten Kosten und stellt somit nahezu eine Punktlandung dar.
Bei der Lüftungsinstallation hatte das Thurnauer Unternehmen nur das zweitgünstigste Angebot angegeben. Eine Nachverhandlung, so Stefanie Plötz, sei nicht vorgesehen und hätte auch der Ausschreibung widersprochen. Hier geht der Auftrag an die Erlanger Firma Hawig (Harald Wideburg). Es sei sichergestellt, dass die Qualität passt. Um dies zu gewährleisten, seien drei Referenzobjekte intensiv unter die Lupe genommen worden.
Als konkurrenzlos günstig wertete Stefanie Plötz das Angebot des Unternehmens FK Isoliermontage (Fuchs und Klaus) aus Ahorntal für die Dämmung der Haustechnik. Statt der prognostizierten 155 000 Euro liegt das Angebot bei nur 79 436 Euro. Der Preis, so Stefanie Plötz, sei zustande gekommen, weil in diesem Gewerbe ein hemmungsloser Preiskampf tobe und der Unternehmer aus der Fränkischen Schweiz relativ ortsnah sei und seine Mitarbeiter entsprechend flexibel einsetzen könne. Die Dämmung beziehe sich hier auf einfache Arbeiten wie die Ummantelung der Rohrleitungen.
Schließlich wurden noch die Elektroarbeiten an die Firma Machleidt aus Langwiesen vergeben. Kostenpunkt: 940 828 Euro. "Hier liegen wir um 130 000 Euro unter unserer Schätzung", informierte Plötz, die den "Vergabegewinn" auf 281 000 Euro bezifferte. Damit seien 90 Prozent der Kosten des Bauvolumens vergeben. Der Kostenrahmen von 11,55 Millionen Euro könne problemlos eingehalten werden.