Birgit Pohl von der Fachstelle für pflegende Angehörige bei der Diakonie Bamberg-Forchheim unterstützt pflegende Familienangehörige, Nachbarn und Freunde. "Die pflegenden Angehörigen können sich auch mal nur aussprechen", sagt sie. Sie berät und informiert auch über Hilfsdienste und Einrichtungen der Altenhilfe, psychische Veränderungen und Erkrankungen im Alter, Rechte und Ansprüche.
"Da gibt es zum Beispiel das Landespflegegeld Bayern. Das sind einmal jährlich 1000 Euro, die jedem in Bayern wohnhaften Pflegebedürftigen mit mindestens Pflegegrad 2 zustehen", erklärt Birgit Pohl. Sie informiert weiter, dass der Antrag momentan nur online erhältlich ist: "Da helfen aber bestimmt auch Mitarbeiter der Gemeinden, Fachstellen und nette Nachbarn oder internetaffine Familienmitglieder, Freunde und Bekannte. Frei nach dem Motto: Fragen kostet nichts."
Für den Antrag benötigt man einen Personalausweis oder Reisepass. "Falls nicht vorhanden oder abgelaufen, ist auch eine Bestätigung der Gemeinde ausreichend. Das ist besonders für bettlägerige Klienten wichtig zu wissen", sagt Birgit Pohl.
Weiter wird die Bescheinigung der Pflegekasse über den Pflegegrad benötigt, der mindestens 2 sein muss. "Der Antrag muss aber nur einmal ausgefüllt und an die Landespflegegeldstelle geschickt werden. In den folgenden Jahren bekommt man das Geld automatisch zugewiesen ohne weitere Anträge", erläutert Pohl.