Als im letzen Jahr ein altes Gemeindehaus in Sand zum Verkauf angeboten wurde, musste auch die dazugehörige Scheune geräumt werden. Versteckt auf dem ehemaligen Heuboden schlummerte ein Feuerwehrrelikt aus alten Zeiten: Man fand eine fahrbare Feuerwehrleiter, zerlegt in ihre Einzelteile, einst bestückt mit großen hölzernen Wagenrädern.
Dem Gemeindemitarbeiter und leidenschaftlichen Feuerwehrmann Dieter Winkler war sofort klar, dass er diesen Schatz erhalten musste. So wurden zunächst alle Teile in das Feuerwehrhaus gebracht.
Zusammen mit anderen Feuerwehrleuten und seiner Frau Erika machte Winkler sich darüber, die hölzernen Teile abzuschleifen. In mehreren Arbeitsschritten wurde das Holz von Schädlingen befreit, konserviert und gestrichen. Auch Eisenbeschläge mussten instand gesetzt und neue Seile montiert werden.
Nach über 100 Arbeitsstunden wurde das Werk fertiggestellt, das Ergebnis konnte sich laut Feuerwehr sehen lassen.
Im Archiv der Gemeinde recherchierte Dieter Winkler, dass die zehn Meter hohe Leiter um 1900 angeschafft wurde und neben einer Pumpe die damalige Ausstattung der Feuerwehr darstellte. Weder ein Traktor noch ein Pferd war nötig: Durch die leichte Bauweise, die großen Räder und einen ausbalancierten Schwerpunkt war die Leiter leicht von vier Männern zu schieben. Das Museumsstück und weitere historische Feuerwehrtechnik sind am Wochenende zu besichtigen, wie die Feuerwehr weiter mitteilte. Am Wahlsonntag findet ein "Tag der offenen Tür der Feuerwehr in Sand statt. Ab 14 Uhr locken die Floriansjünger mit Vorführungen, einer Fahrzeugausstellung sowie einer Spielstraße mit Hüpfburg für die Kinder. red