Zum 1. September 2015 übernahm der BRK-Kreisverband die Betriebsträgerschaft für den Kindergarten am Helmut-G.-Walther-Klinikum vom Landkreis. In enger Abstimmung mit der Stadt als Sachaufwandsträger konnten die Planungen für eine Sanierung des bestehenden Gebäudes und einen Anbau für eine Kinderkrippe durch das Architekturbüro Lauer und Lebok begonnen werden. Mit dem Richtfest des Anbaus wurde nun ein erster Teilabschnitt umgesetzt.
Landrat Christian Meißner (CSU) freute sich auch in seiner Funktion als BRK-Kreisvorsitzender über den Fortschritt der Baumaßnahme. Die 1,6 Millionen Euro Investitionssumme der Gesamtmaßnahme sei gut angelegtes Geld, in dem Wissen, dass die Kinderbetreuung in der Kreisstadt um einen weiteren Edelstein erweitert werde, betonte Meißner. Im Hinblick auf die Finanzen habe die Stadt Lichtenfels die Hauptlast zu tragen, auch wenn der BRK-Kreisverband 200 000 Euro beisteuere und staatliche Zuschüsse zu erwarten sind.
Den Richtspruch sprach die Geschäftsführerin Katrin Mayer der Zimmerei Konrad aus Kulmbach. Zusammen mit ihren Erzieherinnen sangen die Buben und Mädchen voller Begeisterung das Lied "Wir feiern heute Richtfest und laden alle ein, kommt lasst uns fröhlich sein. Stein auf Stein, Stein auf Stein, ein Haus für Kinder soll es sein". Dann ging ein Bonbonregen auf die Kinder nieder, so dass sie sich mit Süßigkeiten eindecken konnten.
Schließlich erläuterte Gerd Peter Lauer vom Architekturbüro Lauer + Lebok bei einer Führung den Umfang der Baumaßnahme. Der Erweiterungsbau für die Kinderkrippe sei in Fertigteilbauweise mit weitgehend vorgefertigten Bauteilen mit einem Flachdach errichtet worden, wobei vorrangig moderne Holzwerkstoffe Verwendung fanden. Dabei entstanden unter anderem ein Mehrzweckraum mit 60 m², der von den beiden Kindergartengruppen genutzt wird, ein Gruppenraum mit 45 m² sowie ein Abstell-, ein Speise-, Ruhe-, Wasch- und ein Intensivraum. Der nun beginnende Ausbau des Rohbaus mit den verschiedenen Gewerken sowie die Anbringung eine Außenverkleidung aus Holz werde einige Monate in Anspruch nehmen. Nach Fertigstellung des Anbaus erfolgen der Umbau und die Modernisierung des Altbaus. Hierzu müssen die beiden Kindergartengruppen mit insgesamt 50 Kindern vorher vorübergehend in den neuen Anbau umziehen, da die gesamte Baumaßnahme im laufenden Betrieb geschehe. Erst dann könne mit der Sanierung des Altbaus begonnen werden, unterstrich Gerd Peter Lauer. thi