Wenige Tage vor ihrem Duell um die IBF-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht lassen Yoan Antonio Hernandez und sein Herausforderer Troy Ross schon einmal verbal die Fäuste fliegen. "Als Person bin ich generell positiv eingestellt. Daher weiß ich, dass ich Hernandez am 15. September den Titel entreißen werde. Der sollte mir eigentlich sowieso schon längst gehören", tönte der Kanadier Ross unmittelbar vor seiner Ankunft in Bamberg. In der Stechert-Arena stehen sich beide Profiboxer am Samstagabend im Ring gegenüber.

Bereits seit 1. September hält sich der 37-Jährige in Deutschland auf, um sich an den Zeitunterschied zu gewöhnen und sich akribisch auf den Kampf um den IBF-Gürtel vorzubereiten. Der Weltenbummler stieg schon in fünf verschiedenen Ländern in den Ring und hat nur zwei seiner bisherigen 27 Profikämpfe verloren.

Die markigen Sprüche von Ross lassen den 27 Jahre alten Hernandez aus dem Sauerland-Boxstall aber kalt. "Ein Punktsieg oder ein vorzeitiger Erfolg - es ist alles möglich. Ich weiß nur, dass ich auch nach dem 15. September Weltmeister sein werde", konterte der Schützling von Trainer Ulli Wegner die verbale Attacke seines Pflichtherausforderers. Nach einem Mittelhandbruch in der linken Schlaghand, den er sich beim siegreichen WM-Kampf gegen Steve Cunningham (USA) im Februar zugezogen hat, kehrt der Titelverteidiger aus Kuba jetzt in den Ring zurück.

Auch Britsch boxt um Titel


Die fränkischen Boxfans haben am Mittwoch die Gelegenheit, beide Kämpfer beim Sparring zu beobachten. Im Möbelhaus Pilipp (Nürnberger Straße) findet um 13 Uhr ein öffentliches Training statt, an dem mit Dominik Britsch noch ein weiterer Schützling von Wegner teilnehmen wird. Der Neckarsulmer boxt am Samstag in Bamberg gegen den Spanier Roberto Santos um die EU-Meisterschaft im Mittelgewicht.