Am 12. Dezember letzten Jahres zerstörten die Brose Baskets mit dem 75:59-Erfolg in Würzburg die Heimserie des Aufsteigers, der zuvor 31 Partien in der s.Oliver-Arena für sich entschieden hatte. Am Mittwoch (19.30 Uhr) würde sich der Tabellenfünfte im Frankenderby in der Stechert-Arena, wo die Bamberger bislang seit 46 Begegnungen auf nationaler Ebene ungeschlagen sind, gerne revanchieren. Nach dem deutlichen 83:68-Erfolg bei den Artland Dragons trifft der Spitzenreiter auf eine weitere Mannschaft, die er in den Play-offs wiedersehen könnte. Allerdings bevorzugt das Team von John Patrick einen ganz anderen Stil als die Quakenbrücker, deren Spiel eindeutig von der Offensive geprägt ist. Die Würzburger verteidigen überaus aggressiv und kassieren im Schnitt nur 65,8 Punkte - das ist Liga-Spitze. Beim 75:61-Sieg am Samstag in Trier stellten die Unterfranken diese Qualität einmal mehr unter Beweis.
Doch auch die Brose Baskets verstehen, in der Defensive Beton anzurühren - mit 68,6 zugelassenen Punkten im Schnitt rangieren die Bamberger in dieser Kategorie auf Rang 2 - deshalb darf heute im Frankenderby mit einer Verteidigungsschlacht gerechnet werden.
Da aber der zweimalige Double-Gewinner und frisch gebackene Pokalsieger in der Offensive bisher über 16 Punkte mehr als die s.Oliver Baskets erzielte (88,2/71,7), ist klar, dass die Aufgabe für die Unterfranken gegen die geballte Offensiv-Kraft des hohen Favoriten kaum zu lösen sein dürfte - vor allem nicht in der Frankenhölle. Hier gingen schon viele Teams mit 30-Punkte-Packungen unter.

Über 500 Würzburger Fans


Dennoch erwartet Wolfgang Heyder einen heißen Kampf. "Das wird sicher eine hitzige Atmosphäre, nachdem über 500 Karten nach Würzburg gegangen sind. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass unsere Fans Gas geben und zehn Tage vor dem Spiel gegen Alba bereits für Play-off-Stimmung sorgen werden", setzt der Brose-Manager im Derby auf die gewohnt lautstarke Kulisse. Heyder ist aber auch von der spielerischen und kämpferischen Qualität seiner Jungs überzeugt: "Wir haben nichts zu verschenken. Ein Sieg über Würzburg ist ein weiterer Mosaikstein, um den ersten Platz zu untermauern."
"Bamberg hat nicht nur das beste Team in Deutschland, sie
sind ohne Zweifel auch eine der stärksten Mannschaften in Europa", betonte Würzburgs Trainer John Patrick und verspricht: "Wir werden unser Bestes geben, aber es wird natürlich sehr schwer, dieses Spiel zu gewinnen."

Fleming erwartet harte Arbeit


Chris Fleming weiß, was ihn und seine Spieler erwartet: "Der Spielstil ist sehr ähnlich zu den erfolgreichen Göttinger Mannschaften der letzten Jahre. Ich glaube, bei Würzburg ist das immer so, dass du dir den Sieg verdienen musst. Du musst dafür hart arbeiten, um das Spiel zu gewinnen. Es ist nicht leicht, denn die Würzburger geben nie auf und das hat ihnen einiges an Erfolg gebracht."
In der Vorrunde unterstrichen die Brose Baskets nicht einmal 48 Stunden nach der erfolgreich bestandenen Euroleague-Kraftprobe in Malaga bei der Mannschaft von John Patrick ihre Defensiv-Qualitäten und pulverisierten die Heimserie der Würzburger.

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