Fußball-Nationalspielerin Simone Laudehr vom FCR Duisburg muss in Wuppertal am Meniskus operiert werden und fehlt mindestens zwei bis drei Wochen. Mit ihrem Einsatz beim EM-Qualifikationsspiel in der Türkei am 15. Februar ist nicht zu rechnen. Die Dauer des Ausfalls kann Laudehr noch nicht abschätzen. «Das hängt von vielen Faktoren ab. Vom Verlauf der Operation, ob dabei noch etwas anderes entdeckt wird, wie alles verheilt», sagte die defensive Mittelfeldspielerin, die beim DFB-Hallenpokal in Magdeburg ebenso nicht mitwirkte wie einige andere Nationalspielerinnen.

Da Rekonvaleszentin Kim Kulig (1. FFC Frankfurt) nach ihrem Kreuzbandriss, den sie sich beim WM-Viertelfinal-Aus im vorigen Sommer zuzog, noch Zeit braucht, fehlt Neid in Izmir ihre komplette etatmäßige «Doppel-Sechs». Allerdings richtet die Cheftrainerin, die das Hallenspektakel als «Kontaktbörse» nutzte, ihren Fokus auch weniger auf die Partie gegen die zweitklassigen Türkinnen. Die Planungen des Trainerstabs sind auf das Heimspiel gegen Spanien am 31. März ausgerichtet, wenn es gegen den Spitzenreiter um den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation für die EM 2013 in Schweden geht. «Das wird das entscheidende Spiel», sagte Neid.

Jungnationalspielerin Dzsenifer Marozsan war beim Hallenturnier mit 7 Toren die erfolgreichste Schützin und die beste Spielerin. Die U 20-Weltmeisterin, die die WM 2011 im eigenen Land wegen einer schweren Knieverletzung verpasst hatte, gehört in jedem Fall zum DFB-Kader, der sich am 10. Februar in Frankfurt einem Leistungstest unterziehen muss. Einen Tag später fliegt der Europameister nach Izmir.

«Diese vier Tage Vorbereitung sind mir sehr wichtig. Die Zeit wollen wir nutzen», kündigte Neid an. Sehr willkommen ist der Cheftrainerin diesmal der Algarve-Cup (29. Februar bis 7. März) mit Gruppenspielen gegen Island, China und Schweden. Neid will 19 Feldspielerinnen und zwei Torfrauen mitnehmen. Auch Kulig soll dabei sein, selbst wenn sie noch nicht spielfähig sein sollte.