Turin beendete die Hinrunde ungeschlagen und untermauerte seine Ambitionen auf die Meisterschaft. «Der Wintermeistertitel ist eine große Genugtuung für uns. Das war schon eine außergewöhnliche Hinrunde», sagte Juve-Coach Antonio Conte.

Der ehemalige Juve-Star hatte den Club erst im Sommer übernommen. Für die «Vecchia Signora» wirkte er wie ein Jungbrunnen. Unter Conte blühten die Piemonteser förmlich auf, spielen vorne gefährlich und hinten diszipliniert wie seit Jahren nicht mehr. Mit nur zwölf Gegentoren hat das Team mit Weltklassetorwart Gianluigi Buffon die beste Abwehr der Liga und gehört zudem mit 31 Treffern zu den torgefährlichsten. Neun Jahre nach dem letzten Meistertitel greifen die Turiner wieder nach dem «Scudetto».

Glaubt man den Statistiken, ist der Titel praktisch schon sicher, denn in den letzten sieben Jahren holte der Wintermeister am Saisonende auch die Trophäe. «Juve siegt und siegt und ist dabei so souverän wie nie zuvor», lobte die «Gazzetta dello Sport» die Mannschaft der Stunde. «Ja, dieses Juve hat das Zeug zur Meisterschaft», titelte der «Corriere dello Sport» am Sonntag.

Trotz der Lobeshymnen bleibt Conte realistisch: «Es wird sehr schwer werden, so eine Serie in der Rückrunde zu wiederholen.» In Bergamo war Juve am Samstagabend dank Treffern von Stephan Lichtsteiner (55.) und Emanuele Giaccherini (82.) erfolgreich. Selbst mit einem Sieg konnte Verfolger und Titelverteidiger AC Mailand (37 Punkte) den Spitzenreiter (41) am Sonntag nicht mehr von seiner Position verdrängen.

Neben Juves Rekord-Hinrunde sorgte am Samstag auch der AS Rom mit seinem 5:1 gegen AC Cesena für Schlagzeilen: Doppel-Torschütze Francesco Totti stellte wieder einmal eine Bestmarke auf. Mit seinen Treffern zum 1:0 nach 40 Sekunden und 2:0 (8. Minute) hat der 35 Jahre alte Totti nun in der höchsten italienischen Liga 211 Tore für die Römer erzielt - kein anderer Spieler traf in der Serie A öfter für einen einzigen Verein. «Totti ist der König von Rom», titelte der «Corriere dello Sport» am Sonntag.