Für den einzigen Treffer sorgte vor 22 403 Zuschauern Ricardo Clark. Der Edelreservist von Eintracht Frankfurt köpfte in der siebten Minute der Nachspielzeit eine Ecke von Kapitän Jermaine Jones (Schalke 04) zum Sieg ein. «Es war eine großartige Hereingabe, aus der ich das Beste gemacht habe», sagte Clark.

Der Mittelfeldmann hatte zuletzt kaum Grund zur Freude gehabt, stand sowohl in Frankfurt als auch im US-Team auf dem Abstellgleis. Clark bestritt in dieser Saison nur zwei Spiele - für die Eintracht am 25. Juli gegen St. Pauli, für die Nationalmannschaft beim Klinsmann-Debüt am 10. August gegen Mexiko. Und selbst im Test gegen Venezuela, bei dem Klinsmann bis auf ihn und den in der Bundesliga gesperrten Jones ausschließlich Profis der Major League Soccer (MLS) aufbot, wurde Clark erst in der 62. Minute eingewechselt. «Man konnte sehen, dass er noch Probleme hat, weil ihm die Spielpraxis fehlt», meinte Klinsmann, der Clark dennoch als «technisch begabt» einstuft.

In seinem achtem Spiel als US-Nationaltrainer gab der Deutsche vor allem jungen Akteuren eine Chance, sich für die am 8. Juni gegen den Karibikstaat Antigua und Barbuda beginnende WM-Qualifikation zu empfehlen. Klinsmanns Kicker spielten überlegen, hatten wie auch schon in den vergangenen Partien eine Vielzahl von Chancen, konnten diese aber erneut nicht nutzen. «Wir hatten zehn, zwölf Möglichkeiten, Venezuela keine einzige. Das gibt unseren jungen Leuten Selbstvertrauen», resümierte der 47-jährige Coach.

Für ihn war es nach dem 3:2 am 15. November in Slowenien der zweite Sieg nacheinander und der dritte in seiner Amtszeit. Am Mittwoch bestreiten die USA ein weiteres Testspiel in Panama.