«Wir wollen ein Signal geben, Homosexuelle in der Fußballwelt zu akzeptieren», sagte der Ex-Trainer von Bayern München. Hunderttausende Schaulustige hatten die traditionelle Parade Gaypride durch die Grachten von Amsterdam verfolgt.

Rund 80 Boote mit vielen meist leicht bekleideten oder in bunte Kostüme gehüllte Schwulen und Lesben waren durch die Kanäle der Hauptstadt gezogen. Auch die niederländische Regierung waren mitgefahren, um ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen.

Bondscoach van Gaal hatte nach eigenen Angaben keine Sekunde gezögert als er gefragt wurde, ob er an der Gaypride teilnehmen wolle. «Die Fußballwelt ist eine Machowelt», sagte er. Schwule fühlten sich in dieser Welt oft nicht wohl. «Das ist schade und das wollen wir verändern.»

Auf dem Boot des Fußballverbandes fuhren unter anderem auch die früheren Nationalspieler Patrick Kluivert und Ronald de Boer mit. Homosexualität sei im Fußball noch immer ein Tabu, bedauerte Kluivert. «Fußball ist ein Männersport.» Schwule hätten es schwer. «Jeder muss sein können, wie er ist», betonte Kluivert.