Die Polizei hat nach eigenen Angaben am Samstag dafür gesorgt, dass die in Rodener Ortsteil Ansbach im Landkreis Main-Spessart angezeigten Versammlungen ohne Störungen stattfinden konnten.

Lediglich als sich drei dem rechten Spektrum zuzuordnende Medienvertreter in der Nähe der Versammlung des Aktionsbündnisses aufhielten kam es der Polizeimeldung zufolge zu einer Beleidigung. Einer der Männer erstattete wegen des Zeigens eines "Stinkefingers" Anzeige bei der Polizei. Gegen einen anreisenden Rechten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Der 29-Jährige aus dem Landkreis Bad Kissingen war mit seinem Auto auf dem Weg nach Roden und stand unter Alkoholeinfluss. Ein Alkotest ergab fast 1,4 Promille.

Das im Vorfeld mit der Verwaltungsgemeinschaft Roden und dem Landtatsamt Main-Spessart abgestimmte Einsatzkonzept hatte zum Ziel, einen störungsfreien Ablauf der angezeigten Versammlungen sicher zu stellen und unter dem Motto "Gewaltfreier Protest ist gelebte Demokratie" eine ungehinderte Ausübung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu gewährleisten. Hierzu waren schon im Vorfeld Hunderte Info-Flyer an Teilnehmer und insbesondere an die Anwohner verteilt worden, um über die polizeilichen Aufgaben und Maßnahmen umfassend zu informieren und aufzuklären.

Die vom Aktionsbündnis "MSP ist bunt" angezeigte Kundgebung wurde von etwa 200 Teilnehmern besucht und endete 16:15 Uhr. Kurz zuvor war auch die Versammlung der Rechten vorzeitig durch den Versammlungsleiter beendet worden.

Als positiv zeigte sich der bei der Unterfränkischen Polizei praktizierte Einsatz von speziell geschulten Kommunikationsbeamten. Diese waren auch bei dem Einsatz mit mehreren Teams während der Versammlungen in ständigem Kontakt mit den Bürgern, konnten dabei in vielen Gesprächen Tipps für ein friedliches Verhalten der Demonstrationsteilnehmer geben und auch auf die schwierige Rolle der Polizei bei solchen Einsätzen hinweisen.

Insgesamt zieht die Unterfränkische Polizei, die von starken Kräften der Bereitschaftspolizei unterstützt wurde, hinsichtlich des Versammlungsgeschehens eine positive Bilanz.

Das Polizeipräsidium Unterfranken bedankt sich ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern von Roden für das aufgebrachte Verständnis und dafür, dass sie von ihrem Versammlungsrecht friedlich Gebrauch gemacht haben.