1) Baukindergeld - Frist verlängert

Die Frist für das Baukindergeld wird um drei Monate, also bis 31.03.2021, verlängert. Grund hierfür sind die veränderten Umstände durch die Corona-Pandemie, welche es erschweren Fristen, für das Baukindergeld einzuhalten. So ist es in Zeiten der Pandemie durch die Kontaktbeschränkungen etwa schwierig, seine Baugenehmigung zu bekommen, welche für den Antrag des Kindergeldes ausschlaggebend ist. Weitere Informationen zur Verlängerung der Antragsfrist für Baukindergeld finden Sie zusätzlich auf inFranken.de oder auf der Seite des Bundesministeriums: 
Wohneigentum - Verlängerung der Antragsfrist für Baukindergeld 
Bundesministerium - Förderzeitraum für Baukindergeld bis 31. März 2021 verlängert 

2) Wohnungsbauprämie für mehr Menschen möglich

Seit dem 01. Januar 2021 können sich nun auch mehr Bausparer über eine Wohnungsbauprämie freuen. Die Einkommensgrenze wird angehoben und so können nun verheiratete Paare mit 70.000 Euro (bisher: 51.200 Euro) und Alleinstehende mit 35.000 Jahreseinkommen (bisher 25.600 Euro) von der Förderung profitieren. Auch die geförderten Höchstbeiträge verändern sich ab diesem Jahr: von 512 Euro jährlich auf 700 Euro bei Alleinstehenden und von 1.024 Euro auf 1.400 Euro bei Verheirateten und Lebenspartnerschaften. 

3) Teilung der Maklerkosten

Bereits seit Dezember 2020 gibt es ein neues Gesetz mit dem Titel “Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäusern”. Für Immobilienkäufer kann dieses Gesetz einige Vorteile bieten und Kosten ersparen. Wenn man eine Immobilie kauft und die Verkäuferseite einen Immobilienmakler beauftragt hat, dann muss man als Käufer jetzt nur noch maximal 50 Prozent der Maklergebühr übernehmen. Ist der Makler oder die Maklerin nur für die Verkäufer beschäftigt, dann müssen diese gesamte Courtage übernehmen und für Immobilienkäufer fallen keine Kosten an. Außerdem darf ein Maklervertrag nun nicht mehr mündlich, sondern immer schriftlich, also zum Beispiel durch eine E-Mail, erfolgen. Durch diese Änderung sollen Käufer entlastet werden. Mehr Informationen zum neuen Gesetz finden Sie hier.

Immobilienmakler in Franken finden - Zur Expertenübersicht

4) Mehrwertsteuer wieder angehoben

Seit dem 01.01.2021 beträgt der Mehrwertsteuersatz wieder 19 Prozent, nachdem diese im vergangenen Jahr auf 16 Prozent gesenkt wurde. Beim Immobilienkauf ist dies wichtig zu beachten, weil sich dadurch Gebühren z. B. die Maklergebühr verändern und Sie als Käufer gegebenenfalls wieder anders kalkulieren müssen.  

5) Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Seit Anfang November 2020 gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Dies regelt die Anforderungen, welche Alt- und Neubauten in Bezug auf ihre energetische Qualität treffen müssen. Nach diesem Gesetz gibt es außerdem sogenannte “Energieausweise”, welche Immobilienbesitzer beim Verkauf vorlegen müssen. Beim Immobilienkauf ist wichtig zu bedenken, dass durch das (GEG) weitere Kosten zur Sanierung anfallen können, um die energetischen Vorgaben zu erfüllen. Besonders ist beim Kauf eines Altbaus zu achten, da diese in der Regel nicht so energiefreundlich gebaut sind wie Neubauten. Mehr Infos zum Gesetz gibt es hier.

6) Steigen der Heizkosten

Im Jahr 2021 steigen die Heizkosten für viele Haushalte, da Öl und Gas teurer werden. Das liegt an den CO2-Abgaben, die von den Anbietern nun gezahlt werden müssen. Es lohnt sich 2021 auf Grund des (GEG) in ein gut gedämmtes und energieeffizientes Heim zu investieren und auf erneuerbare Energien zu setzen, wie Solarenergie oder Holzheizung und so beim Kauf einer Immobilie von vornherein Geld zu sparen. 

Immobilien in Franken

7) Neuerungen beim Wohneigentumsgesetz

Beim Kauf einer Eigentumswohnung gibt es im neuen Jahr auch einen wichtigen Punkt zu beachten, denn das Wohneigentumsgesetz (WEG) wurde geändert. Mit diesem Gesetz werden Wohnungseigentümer entlastet, da bauliche Änderungen innerhalb der Eigentümereigenschaft nun einfacher vonstattengehen können. Geplante Änderungen können durch eine einfache Mehrheit innerhalb der Eigentümergemeinschaft entschieden werden und so schneller umgesetzt werden. Das macht es etwa leichter Modernisierungsvorhaben im Wohnhaus, wie z.B. den Bau eines Fahrstuhls, umzusetzen. 

8) Zinsen vorerst weiterhin niedrig

Dadurch, dass die Europäische Zentralbank die Wirtschaft in Zeiten der Corona-Krise stützt, vermuten Ökonomen, dass es 2021 weiterhin bei einem niedrigen Zinssatz bleibt. Für den Immobilienmarkt bedeutet das, dass die Nachfrage nach Eigentumshäuser und Eigentumswohnungen zur Geldanlage hoch bleibt und die Preise für Immobilien vorerst nicht sinken werden.