Ein Flair von Provence oder Toskana lässt sich in einer Wohnung durch eine Einrichtung im Landhausstil leicht schaffen. Weiß gekalkte Wände kontrastieren die eher erdigen Farbtöne dieser Einrichtungsidee. Rostrote, bräunliche oder beige Farben geben hier den Ton an.
Für Tische, Stühle und Kommoden werden hier häufig Materialien wie Rattan, jedoch auch schwarz lackiertes Eisen verwendet. Letzteres vermittelt den Landhaus-Bewohnern, dass man die Möbel aufgrund der warmen Witterung ebenso draußen nutzen kann. Stellt man allerdings Rattan-Möbel in Deutschland ins Freie, sollte man den saugstarken und dann modernden Materialien einen Schutz auflegen.
Amphoren aus Terrakotta, irdene Schalen, aber auch schöne Pflanzen aus dem Mittelmeergebiet dienen als passende Accessoires. Wer sich bei der Möbel- und Accessoire-Wahl inspirieren lassen will, kann dies in spezialisierten Online-Shops für Landhausmöbel wie zum Beispiel mirabeau.de , aber auch in großen Einrichtungshäusern und sogar in Heimwerkermärkten tun.


Pop Art



Der schrille US-Künstler Andy Warhol ist vielen als Ikone der Pop Art bekannt. Kunstwerke in knalligen Farben, inspiriert von Gebrauchskunst wie der Werbung auf Campbell’s-Suppendosen oder in Comicstrips bestimmten seinen einzigartigen Stil.
Neongelb, Pink, Knallgrün oder saftiges Blau können dementsprechend bei einer solchen Einrichtung bei Stühlen mit Metallgestänge, Accessoires wie Flaschen oder Teppichen vorherrschen. Wichtig ist bei einer Einrichtung der Wohnung in Pop Art ist jedoch, dass den knalligen Farben ein neutraler Hintergrund gegeben wird: Eine senfgelbe Eck-Couch kann vor einer weißen Wand mit neutralen, grauen Vierecken platziert werden, bunte Blumen auf einem weißen Tisch. Die Formen der Möbel sind abgerundet.
Insgesamt wirken Pop Art-Zimmer belebend, sind jedoch nicht beliebig zusammengewürfelt. Sie sind im Stil der 60er-Jahre mit entsprechenden unregelmäßigen, bunten Mustern versehen. Einen mit vielen Bildern illustrierten Ratgeber zum Einrichten in Pop Art bietet zum Beispiel das Fachportal livingathome.de.


Shabby Chic



In den letzten Jahren hat sich gerade für kleine Wohnungen der Shabby Chic bewährt. Dieser abwechslungsreiche Stil beinhaltet Möbel mit Gebrauchsspuren, hauptsächlich aus Holz. Sie stammen aus verschiedenen Epochen, häufig Rokkoko oder Barock, wo verspielte Formen wie nach außen gebogene, schlanke Füße oder Holzschnitzereien üblich waren. Die Holzmöbel sind nun aber beispielsweise unbehandelt oder selbst umlackiert in den Raum integriert. Dabei platzt der Lack ab oder ist sichtbar in mehreren Schichten aufgetragen. Einkerbungen oder verschiedene Griffe sorgen für abwechslungsreiche Oberflächengestaltung.
Die Möbel im Shabby Chic werden teilweise schon fertig produziert. Jedoch gibt es für kreative Menschen auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Sie können über Flohmärkte schlendern oder im eigenen Keller nach entsprechenden Stücken suchen. Dies bezieht sich auch auf Accessoires. Zur Dekoration werden häufig Blumenmuster verwendet. Außerdem findet man häufig Graffitis oder mehrfarbig gestaltete Einrichtungsgegenstände.


Minimalismus



Einen scharfen Kontrast zum Shabby Chic, der auch eher für kleinere Wohnungen verwendet wird, bildet der für große Räumlichkeiten, beispielsweise Wohnzimmer, gut geeignete Minimalismus. Dieser Einrichtungsstil hat zum Inhalt, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Daraus folgt, dass ein minimalistisches Zimmer nur wenige Möbel oder Accessoires enthält. Diese sind meistens hochwertig und sorgfältig ausgewählt. Das setzt sich bei den Materialien fort, beispielsweise findet man in größeren Wohnzimmern ausladende Couches aus weißem Leder.
Die Farbe in diesem Beispiel zeigt einen weiteren Aspekt: Minimalistische Räume sind hell, einladend und freundlich gestaltet. Die Nichtfarbe Weiß spielt nicht nur bei Möbeln eine Rolle, auch die Wände sind so gehalten; auch Accessoires wie hochflorige weiße Teppiche sind angemessen. Kontrastiert werden die weißen Flächen häufig scharf durch schwarze Elemente. Außerdem wird die Helligkeit durch möglichst großzügige Fenster geschaffen, die sonnendurchflutete Räumlichkeiten kreieren.


3D-Möbel – die Zukunft?



Immer mehr in Mode kommen in vielen Haushalten 3D-Drucker. Sie ermöglichen es, Gegenstände auszudrucken, wenn die entsprechenden Dateien mit Werkzeichnungen vorliegen. Schon heute gibt es Firmen, die Möbelstücke nach Wunsch fertigen – mit riesigen, computergesteuerten Druckrobotern.
Das hierbei verwendete Material ist ABS-Kunststoff. Als Verfahren wird Fused Deposition Modeling genutzt, ein durchdachtes Schmelzschichtverfahren. Dieses zeigt jedoch nach dem Abkühlen des Kunststoffs noch Probleme bei geraden Flächen.
Ein interessanter Aspekt für kreative Möbelinteressenten besteht darin, dass die ausgewählten Objekte jederzeit eingeschmolzen und aus ihnen etwas Neues gefertigt werden kann. Es ist jedoch schwierig, andere Materialien als den erwähnten Kunststoff in die Möbel zu integrieren, sodass die Entwicklung für viele zu früh kommt und die geschaffenen Einrichtungsgegenstände vielen zu schlicht sein dürften.