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Himmelsphänomen

Supermond im Juni 2021: Datum, Uhrzeit und Erklärung - warum spricht man von einem Erdbeermond

Schon bald ist über Deutschland wieder ein Supermond zu sehen - zum dritten und letzten Mal in diesem Jahr. Wer das Himmelsphänomen bisher verpasst hat, sollte die Chance jetzt nutzen.
  • Supermond am Donnerstag, 24. Juni, zu sehen
  • "Pinker Mond" war bereits Ende April am Himmel zu sehen
  • Supermond ist eigentlich eine optische Täuschung

Supermond im Jahr 2021: Der größte Vollmond des Jahres ist 2021 gleich mehrfach für uns sichtbar. Umgangssprachlich wird von einem "Supermond" gesprochen - und im April sogar vom "pinken Mond". Was hat es damit auf sich? 

"Supermond": Am 24. Juni ist er wieder zu sehen

Tatsächlich befindet sich der Mond an diesem Tag besonders nahe an der Erde und kann daher größer als üblich wirken. Wirklich sichtbar zu einem "normalen" Vollmond ist der Unterschied aber kaum.


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Als sich der Mond am 27. April am Himmel zeigte, gab es gleich zwei Besonderheiten: Zum einen befand er sich in der Phase "Vollmond". Außerdem war er am beinahe erdnächsten Punkt des Jahres. Noch näher kam uns der Mond aber beim nächsten Vollmond im Mai. Der Mond erreichte die Vollmondphase am Mittwoch, 26. Mai, um 13.13 Uhr MESZ. Da er jedoch erst um 21.39 Uhr aufging, konnte das Himmelsphänomen in unseren Breiten erst am späten Abend beobachtet werden.  Während es bei uns am 26. Mai zum Supermond kam, war die Mondbeobachtung in anderen Teilen der Erde sogar noch spektakulärer: In ganz Australien und in Teilen Südostasien sowie Nord-, Mittel- und Südamerikas herrschte an diesem Datum totale Mondfinsternis. In Europa war sie allerdings nicht sichtbar.

Den nächsten Supermond können wir am Donnerstag, 24. Juni, um 20.39 Uhr MESZ sehen. Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll es am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag gebietsweise häufiger Schauer und Gewitter geben. Deswegen bleibt zunächst unklar, ob man den Supermond im Juni gut am Himmel sehen kann. Der Supermond wird übrigens auch als "Erdbeermond" bezeichnet - wie jeder Vollmond im Juni. Das hat nichts mit der Farbe des Mondes zu tun, sondern liegt einfach nur daran, dass Erdbeeren im Juni Erntezeit haben.

Darum sprechen wir von einem Supermond oder Erdbeermond

Ursache für den Supermond ist die elliptische Umlaufbahn des Erdtrabanten. Da der Mond nicht kreismäßig um die Erde rotiert, ist er mal weiter und mal weniger weit von der Erde entfernt. Ist er an einem solch "erdnahen" Punkt angelangt und herrscht gleichzeitig Vollmond, ist von einem Supermond die Rede. 

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Durchschnittlich ist der Mond etwa 384.000 Kilometer von der Erde entfernt. Auf seiner Bahn um die Erde kann sein Abstand auf etwa 406.000 Kilometer anwachsen oder eben auf bis zu rund 356.000 Kilometer schrumpfen. Diesem Minimalabstand kam der Mond Ende April und Ende Mai diesen Jahres besonders nahe. Experten sprechen bei diesem Phänomen von einem sogenannten "Perigäum". Durchläuft der Mond gleichzeitig die Vollmondphase, spricht man von einem Supermond.

Tatsächlich ist der Größenunterschied zu einem "normalen" Vollmond für das menschliche Auge kaum erkennbar. Allerdings zeichnet den Supermond eine weitere Besonderheit aus: seine überdurchschnittliche Helligkeit. "Weil der Mond näher an der Erde ist und die Fläche der Mondscheibe größer, leuchtet er heller: Etwa 30 Prozent mehr Licht kommen von einem Supermond hier bei uns an", berichtet der Bayerische Rundfunk (BR)

Optische Täuschung: Darum wirkt der Mond besonders groß 

Wer denn Supermond in besonderer Größe sehen möchte, sollte den Mondaufgang und den Monduntergang nicht verpassen. Wenn der Mond knapp über dem Horizont steht, sorgt eine optische Täuschung dafür, dass wir ihn viel größer wahrnehmen. 

Und warum hieß der Vollmond im April "pinker Mond"? Das ist einfach und hat - was vielleicht jetzt enttäuschend klingt - nichts mit der Farbe des Mondes zu tun. Die richtige Erklärung liefert ein Video von buzzroom, dass sie hier finden: Der Aprilvollmond trägt den Namen "Pinker Mond", da im April die pinke "Flammenblume" blüht.

Ob nun pinker oder Supermond - die Vollmonde wirken heute nicht mehr so beeindruckend, wie es beispielsweise vor vier Milliarden Jahren der Fall gewesen wäre. Der Grund dafür ist simpel: Der Mond entfernt sich nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) um 3,8 Zentimeter pro Jahr von der Erde. Außerdem habe der Mond die Erde auf einer viel engeren Umlaufbahn umkreist. Das DLR berichtet, er sei damals lediglich 60.000 Kilometer entfernt gewesen.

Termine für einen "Supermond" im Jahr 2021

  • 27. April 2021 - Entfernung zur Erde: rund 357.400 km
  • 26. Mai 2021 - Entfernung zur Erde: rund 357.300 km
  • 24. Juni 2021 - Entfernung zur Erde: rund 360.000 km

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