• Forschende haben ein Schwarzes Loch entdeckt, das täglich riesige Massen verschlingt
  • Es ist 8000 Mal größer als das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße und wächst im Rekord-Tempo
  • Schwarzes Loch wurde erstmals 2019 entdeckt - es gibt Forschenden Rätsel auf

Forschende machen eine bahnbrechende Entdeckung: Ein neues Schwarzes Loch - und zwar das bisher gefräßigste seiner Art. Der Weltraumriese verschlingt pro Tag in etwa die Masse einer Sonne. Für den normalen Menschen ist das kaum vorstellbar. Bisher wurde noch kein Schwarzes Loch entdeckt, dass so schnell wächst.

So schwer wie 34 Milliarden Sonnen: Am schnellsten wachsendes Schwarzes Loch entdeckt

Obwohl es fast unmöglich ist, anhand von Skalen die Ausmaße von J2157 aufzuzeigen, wie Astronomen das Schwarze Loch nennen, versucht es Christopher Onken, Astronom an der Australian National University in Canberra, so: Das bereits 2019 entdeckte Schwarze Loch ist 8000 Mal größer als das zentrale Schwarze Loch, das in der Milchstraße gefunden wurde. Damit das Schwarze Loch in unserer Galaxie derartige Ausmaße annimmt, müsste es demnach zwei Drittel aller Sterne verschlingen.

Zwar wussten die Astronom*innen, dass sie es früher oder später mit Schwarzen Löchern dieser Größe zu tun haben werden, dennoch bot dieser Fund einige Überraschungen. J2157 ist laut Klassifikation kein gewöhnliches Schwarzes Loch: Der Gigant mit dem Weltenhunger wird als sogenannter "Quasar" klassifiziert. Damit sind riesenhafte leuchtende Objekte gemeint, die von schwarzen Löchern angetrieben werden und um mehr als eine Milliarde Mal mehr Masse besitzen als die Sonne. J2157 ist in etwa so schwer wie 34 Milliarden Sonnen.

Die enorme Leuchtkraft von Quasaren entsteht dadurch, dass Partikel aus Staub und Gas, am Rande des Schwarzen Loches, auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Somit kann das Schwarze Loch an sich auch, als eine Art Partikelbeschleuniger betrachtet werden. Würde J2157 in der Milchstraße sitzen, würde es zehnmal heller leuchten als der Mond. Die Menge an Röntgenstrahlung, die zudem freigesetzt wird, würde das Leben auf der Erde unmöglich machen.

Schwarzes Loch 12 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt

J2157 wird uns allerdings nicht gefährlich werden, denn das Schwarze Loch ist rund 12 Milliarden Lichtjahre weit entfernt. Interessant ist allerdings, dass damit die Informationen, die wir vom Rekord-Riesen haben, bereits veraltet sind: Da die Messwerte erst diese unglaubliche Entfernung zurücklegen müssen bevor sie schließlich bei den Astronom*innen ankommen, können wir das Schwarze Loch aktuell nur in seinem Zustand 1,2 Milliarden Jahre nach dem Urknall sehen, denn das Licht braucht auf seinem Weg zu uns 12 Milliarden Jahre.

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Wer weiß also, wie es dort heute aussieht - das erfahren wir theoretisch erst in 12 Milliarden Jahren. Es könnte also gut möglich sein, dass es mittlerweile sogar noch gigantischer ist. Wie es seit seiner Entdeckung 2019 so schnell wachsen konnte, ist den Forschern bisher noch nicht klar.

Schwarze Löcher bleiben weiterhin ein Mysterium für Wissenschaftler*innen: Erst vor kurzem erhielten Forschende in London einen "Herzschlag" eines alt bekannten Schwarzen Lochs.

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